Sachsen-AnhaltStädte und Gemeinden müssen Wärmepläne vorlegen

Welche klimafreundliche Heiztechnik künftig in welchen Gebieten in Sachsen-Anhalt möglich ist, sollen neue Wärmepläne zeigen. Zwei Großstädte sind bereits vorangegangen.
Magdeburg (dpa/sa) - Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt müssen bis spätestens 2028 Wärmepläne erstellen. Ein entsprechendes Gesetz ist im Magdeburger Landtag beschlossen worden. "Wir haben eine einfache und unkomplizierte Regelung vorgelegt", sagte Energieminister Armin Willingmann (SPD).
Die Pläne sollen zeigen, in welchen Gebieten künftig welche klimafreundliche Heiztechnik in Gebäuden zum Einsatz kommen kann. "Die Wärmewende braucht Klarheit und Planbarkeit", sagte der SPD-Politiker.
Pläne in Magdeburg und Halle stehen
Die Städte Magdeburg und Halle haben den Plan bereits vorgelegt. Sie hatten bis zum 30. Juni 2026 Zeit, Wärmepläne zu erstellen. Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern müssen das bis zum 30. Juni 2028 realisieren. 61 hätten den Prozess abgeschlossen und den Entwurf veröffentlicht, sagte der Energieminister. 96 Gemeinden hätten damit begonnen.
Willingmann hatte zuletzt auch die Regierungskoalition im Bund kritisiert. Diese habe sich bislang lediglich auf Eckpunkte für das Gebäudemodernisierungsgesetz verständigt. Die Änderungen würden die Bürger verunsichern, auch wenn sich nicht viel verändert habe. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet die Bundesenergieministerin zur Totengräberin der Energiewende werden möchte", so Willingmann auf dem Mitteldeutschen Branchentag zu Erneuerbaren Energien in Magdeburg.