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Sachsen-AnhaltTesvolt plant riesigen Batteriespeicher in Wittenberg

18.06.2026, 13:12 Uhr
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(Foto: Simon Kremer/dpa)

Strom aus Wind und Sonne steht nicht immer dann zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. Ein geplanter Großspeicher in Wittenberg soll helfen, Energie zu speichern und das Stromnetz zu stabilisieren.

Lutherstadt Wittenberg (dpa/sa) - Das Wittenberger Unternehmen Tesvolt plant nach eigenen Angaben das bislang größte Speicherprojekt seiner Firmengeschichte. Im Wittenberger Ortsteil Apollensdorf soll ein Batteriepark mit einer Speicherkapazität von 190 Megawattstunden entstehen. Die Baugenehmigung sei Anfang der Woche erteilt worden, teilte das Unternehmen mit.

Mit 190 Megawattstunden würde der Speicher die Kapazität des bislang größten Tesvolt-Batterieparks im rheinland-pfälzischen Worms mit 65 Megawattstunden deutlich übertreffen.

Auf dem mehr als 20.000 Quadratmeter großen Gelände sollen 36 Großspeicher mit einer Gesamtleistung von 60 Megawatt installiert werden. Der Netzanschluss soll über eine bestehende Hochspannungsleitung erfolgen. Zudem sind ein Umspannwerk und eine Schallschutzwand für ein benachbartes Wohngebiet geplant.

Speicher für Stromhandel

Der Batteriepark soll vor allem für den Energiehandel genutzt werden. Dabei wird Strom gespeichert, wenn die Preise niedrig sind, und zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkauft. Das Projektvolumen beziffert Tesvolt auf rund 35 Millionen Euro. Finanzierung und Betrieb sollen ein Investor übernehmen.

"Wir identifizieren geeignete Standorte für Großspeicherprojekte auf Basis technischer, regulatorischer und wirtschaftlicher Kriterien", sagte Tesvolt-Chef Daniel Hannemann. Das Vorhaben in Apollensdorf sei ein wichtiger Meilenstein für den Ausbau des Großspeichergeschäfts.

Bedarf wächst mit Energiewende

Batteriespeicher gelten als wichtiger Baustein der Energiewende. Sie können überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen aufnehmen und bei Bedarf wieder bereitstellen. Gerade in Sachsen-Anhalt mit seinem hohen Anteil erneuerbarer Energien wächst der Bedarf an solchen Anlagen.

Der Batteriepark in Apollensdorf soll nach den Planungen des Unternehmens im März 2028 in Betrieb gehen.

Quelle: dpa

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