Sachsen-AnhaltVerdi droht mit Ausstand im Einzelhandels-Weihnachtsgeschäft

Magdeburg (dpa/sa) - Die Gewerkschaft Verdi droht vor den Tarifverhandlungen für den Groß- und Außenhandel mit Arbeitsniederlegungen im Vorweihnachtsgeschäft. "Wenn sich die Blockadehaltung der Arbeitgeber nicht ändert, werden wir im Vorweihnachtsgeschäft alles mobilisieren und zum Streik aufrufen", kündigte Verhandlungsführer Torsten Furgol an. "Wenn wir nicht endlich einen Durchbruch erzielen, wird es in den Supermärkten düster aussehen", drohte Furgol.
Für Freitagvormittag ist die fünfte Runde der Tarifverhandlungen für rund 18.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel in Sachsen-Anhalt angesetzt. In den vergangenen Wochen war es neben Sachsen-Anhalt auch in Thüringen und Sachsen immer wieder zu Warnstreiks bei verschiedenen Händlern gekommen, darunter unter anderem Rewe, Edeka und Netto. Die Gewerkschaft kritisiert, dass das bisherige Angebot der Arbeitgeber in Höhe von 5,1 Prozent mehr Lohn und einer Inflationsprämie von 700 Euro zu Reallohnverlusten führen würde. Die Gewerkschaft fordert 13 Prozent mehr Lohn.