SachsenArbeitsagentur: 2019 Anstieg bei Durchschnittslohn

Chemnitz (dpa/sn) - Vollzeitbeschäftigte in Sachsen haben 2019 mehr verdient als ein Jahr zuvor. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Montag mitteilte, stieg das durchschnittliche Bruttoeinkommen pro Monat um 108 Euro auf 2695 Euro. Damit verzeichnete Sachsen nach Berlin (+141 Euro), Brandenburg (+115 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (+112 Euro) die viertgrößte Steigerung des so genannten Medianlohns.
Trotz des Zuwachses rangiert der Freistaat im Ländervergleich jedoch auf dem drittletzten Platz. Nur in Mecklenburg-Vorpommern (2608 Euro) und Thüringen (2659 Euro) hatten Vollzeitbeschäftigte durchschnittlich ein geringeres Einkommen.
Bundesweit habe der Medianlohn bei 3401 Euro gelegen, teilte die Regionaldirektion mit. Spitzenreiter unter den Ländern war Hamburg mit einem Durchschnittseinkommen von 3820 Euro. Der Medianlohn in Westdeutschland betrug laut der Statistik im vorigen Jahr 3526 Euro, in Ostdeutschland 2827 Euro.
Als Gründe für die Unterschiede zwischen den Bundesländern führte die Regionaldirektion regionale Wirtschaftsbranchen und Betriebsgrößen an. So seien große Betriebe oft tarifgebunden und zahlten meist auch höhere Löhne. In Sachsen gebe es eher eine kleinteilige Wirtschaftsstruktur. Auch fehle es an Konzernsitzen oder gut bezahlten Forschungs- und Entwicklungsbereichen.
Auch innerhalb Sachsens gab es zum Teil beträchtliche Unterschiede. So lag der Medianlohn bei Spitzenreiter Dresden bei 3200 Euro, beim Schlusslicht Landkreis Görlitz waren es nur 2380 Euro.