Regionalnachrichten

SachsenBad Schandau: Behelfsbrücke über Gleise Anfang 2027 fertig

06.03.2026, 11:29 Uhr
Die-bestehende-Bruecke-die-in-Bad-Schandau-entlang-der-B172-ueber-die-Gleise-fuehrt-muss-abgerissen-werden

Bei der Übergangslösung für die Brücke über die Gleise in dem sächsischen Grenzort gibt es Fortschritte: Die Ausschreibung für den Bau läuft.

Bad Schandau (dpa/sn) - Die Behelfsbrücke über die Bahngleise in Bad Schandau soll Anfang 2027 stehen. Bis Mai läuft eine Ausschreibung für die Umsetzung, wie das Infrastrukturministerium mitteilte. Im Sommer sollen demnach die Bauarbeiten beginnen. "Wir machen Tempo, um die Einschränkungen in der Region bestmöglich und so zu begrenzen, wie es technisch möglich ist", sagte Ministerin Regina Kraushaar (CDU) demnach.

Die Grundlagen für die Behelfsbrücken sind den Angaben nach bereits geschaffen. So sind etwa die Sperrpausen mit der Deutschen Bahn abgestimmt und die notwendigen Baumfällungen erledigt. Im April beginnt die Absicherung des Hangs entlang der B172. Diese Arbeiten sollen 2,1 Millionen Euro kosten und bis Juli dauern. Der Wanderweg in diesem Bereich wird gesperrt, es ist eine Umleitung geplant.

Bestehende Brücke mit Schwächen bei Tragfähigkeit

Eine Sonderprüfung der bestehenden Brücke, die entlang der B172 über die Bahngleise führt und an die monatelange gesperrte Elbbrücke angrenzt, hatte Schwächen bei der Tragfähigkeit festgestellt. Sie muss in naher Zukunft abgerissen werden. Im vergangenen November war das Bauwerk zwischenzeitlich komplett gesperrt. Aktuell wird der Verkehr per Ampelschaltung einspurig über die Brücke geführt.

Langfristig ist ein Neubau vorgesehen, auch dazu laufen bereits die Planungen. Ein konkreter Zeitplan liegt allerdings noch nicht vor. Die Behelfsbrücke dient für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung des Neubaus. Vorgesehen ist eine Konstruktion aus rund 630 Tonnen Stahl in sogenannter Vorschubbauweise. Dabei werden die Brückenteile neben ihrer endgültigen Position montiert und anschließend verschoben. Die Kosten liegen inklusive Wartung und Reparaturen während der Nutzungsdauer bei rund 10 Millionen Euro.

Quelle: dpa

Regionales