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SachsenBahnverkehr Dresden-Chemnitz bis November eingeschränkt

05.02.2026, 16:19 Uhr
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Pendler zwischen Dresden und Chemnitz müssen sich bis November auf Zugausfälle, Fahrplanänderungen und Ersatzverkehr einstellen. Grund sind Bauarbeiten an einem wichtigen Kreuzungsbauwerk.

Dresden (dpa/sn) - Wegen Bauarbeiten ist der Bahnverkehr zwischen Dresden und Chemnitz ab dem kommenden Montag bis November eingeschränkt. Betroffen ist die IC-Verbindung über Berlin nach Rostock sowie drei Linien im Regionalverkehr, wie die Bahn mitteilte. Es kommt zu Fahrplanänderungen, Ausfällen und Ersatzverkehr.

IC endet in Dresden

Bis Ende April verkehrt der IC 17 nur zwischen Rostock und Dresden. Die Halte in Freiberg und Chemnitz entfallen. Ab dem 1. Mai fahren die Züge ab Dresden-Neustadt dann direkt in Richtung Chemnitz weiter und lassen den Halt im Hauptbahnhof aus.

Im Regionalverkehr gibt es Änderungen bei der RE3 aus Hof über Plauen und Zwickau, der RB30 aus Zwickau und der S3 aus Freiberg über Tharandt. Sie können nicht bis zum Dresdner Hauptbahnhof fahren und verkehren nur bis Neustadt oder Plauen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen verbindet Plauen mit dem Hauptbahnhof.

Kreuzungsbauwerk wird ersetzt

Hintergrund sind Bauarbeiten an den Gleisen unter der Budapester Straße im Rahmen des langwierigen Ausbaus der Verbindung Leipzig-Dresden. Wegen des schlechten Zustands wird das 1967 errichtete Kreuzungsbauwerk durch einen Neubau ersetzt. Die Bahn optimiert eigenen Angaben zufolge die Gleise so, dass die Züge künftig bis zu 80 statt bisher 60 Kilometer pro Stunde fahren können. So will die Bahn die Kapazität des Eisenbahnknotens Dresden erhöhen.

Mit der Freigabe der zwei neuen Gleise im östlichen Teil des Kreuzungsbauwerks am 16. Februar ist die Halbzeit des Projekts erreicht. Die Arbeiten konzentrieren sich dann auf die westliche Seite mit dem Abriss der restlichen Stahlbrücke und dem Bau drei neuer Gleise. Der Abschluss ist bis 2027 geplant.

Vorerst keine weiteren Vollsperrungen

Generell finden die Arbeiten im laufenden Betrieb statt, es sind aber immer wieder Einschränkungen notwendig. Eine Vollsperrung des Hauptbahnhofs für den Bahnverkehr wie zuletzt vom 9. bis 12. Januar ist während der aktuellen Bauphase bis November nicht geplant. Erst nach dem Abschluss wird eine Sperrung nötig sein, um die Stellwerkssoftware anzupassen.

Quelle: dpa

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