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Sachsen"Hochland Jugend" als rechtsextremistisch eingestuft

04.08.2026, 10:29 Uhr
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Flyer, Sticker und Auftritte bei Demonstrationen: Die "Hochland Jugend" vernetzt sich in der rechtsextremen Szene. Welche Erkenntnisse der Verfassungsschutz gewonnen hat.

Dresden (dpa/sn) - Der sächsische Verfassungsschutz hat die Gruppierung "Hochland Jugend" als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen ordnete die Organisation demnach in diesem Juli der subkulturell geprägten rechtsextremistischen Szene zu, wie die Behörde auf Anfrage mitteilte. Sie bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Die Gruppe besteht demnach aus Jugendlichen und Heranwachsenden "im unteren zweistelligen Bereich". Sie zielt nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes vor allem auf die Vernetzung rechtsextremistisch eingestellter Jugendlicher in der Region des Schönfelder Hochlands in Dresden ab.

Flyer, Sticker und Konzertbesuche

Die Mitglieder verbreiteten dort verfassungsfeindliche Flyer und Sticker mit szenetypischen Symbolen und beteiligten sich an Versammlungen und Konzerten der rechtsextremistischen Szene, hieß es. Einzelne Mitglieder würden als gewaltbereit eingeschätzt. Der Gruppe selbst seien bislang keine Gewaltstraftaten zuzurechnen.

Gegen eine der Gruppe zugerechnete Person wurde im Januar vergangenen Jahres wegen des Angriffs auf den sächsischen SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke Anklage erhoben. Ecke wurde im Mai 2024 bei dem Überfall von damals drei 17-Jährigen schwer verletzt. Zwei von ihnen wurden wegen gefährlicher Körperverletzung, einer von ihnen wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung angeklagt.

Erstmals gegen CSD in Bautzen in Erscheinung getreten

Erstmals öffentlich in Erscheinung trat die "Hochland Jugend" laut der Verfassungsschützer am 10. August 2025 bei einer rechtsextremistischen Demonstration gegen eine Christopher-Street-Day-Veranstaltung in Bautzen. Mitglieder sollen dabei einheitliche T-Shirts mit dem Gruppenaufdruck sowie der Darstellung einer sogenannten "Schwarzen Sonne" - einem in der rechtsextremistischen Szene verbreiteten Symbol - getragen haben.

Im Februar dieses Jahres wurden in den Dresdner Ortsteilen Gönnsdorf und Pappritz Flyer mit dem Titel "Endlich ein weisses Europa" verteilt, welche die "Hochland Jugend" als Herausgeberin auswiesen. Einzelne Mitglieder würden zudem am alljährlichen Gedenkmarsch der rechtsextremistischen Szene anlässlich der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg teilnehmen.

Quelle: dpa

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