Niedersachsen & BremenWarnstreik bei Bussen und Bahnen in Hannover und Göttingen

Im Tarifkonflikt der öffentlichen Verkehrsbetriebe ist keine Lösung in Sicht. Die Gewerkschaft Verdi macht weiter Druck.
Hannover/Göttingen (dpa/lni) - Busse und Bahnen in Hannover und Göttingen werden in den kommenden Tagen bestreikt. Zunächst sollen die Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe am Dienstag und Mittwoch still stehen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Am Mittwoch und Donnerstag sind dann die Beschäftigten der Üstra und von Regiobus in und um Hannover zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr.
"Auch nach dem vierten Verhandlungstermin nehmen wir keine ausreichende Kompromissbereitschaft auf Seiten der Arbeitgeber wahr", teilte Verdi mit. Zudem würde die Arbeitgeberseite weiter die Senkung der Arbeitsbelastung ablehnen - laut Verdi "eine wichtige Forderung der Beschäftigten". In Göttingen und Hannover sind dazu auch Demonstrationen und Streikversammlungen geplant.
Die Tarifverhandlungen für die zehn kommunalen Verkehrsunternehmen im Land laufen seit Mitte Februar. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 1. Juni angesetzt.
Bereits zweite Warnstreik-Runde
Die Gewerkschaft hatte zuvor auch Busfahrer und Busfahrerinnen in Osnabrück für Freitag und Samstag zum Warnstreik aufgerufen. Im April hatte es bereits erste Warnstreiks gegeben, damals zeitgleich in mehreren Städten. In Hannover fand der Warnstreik direkt zur Hannover Messe statt. Aus Politik und Wirtschaft hatte es dafür Kritik gegeben.
Die Arbeitgeber halten die Forderungen für finanziell nicht darstellbar. Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei gleichzeitigem Lohnausgleich würde "im Ergebnis die Reduzierung des ÖPNV-Angebotes nach sich ziehen", warnte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, Michael Bosse-Arbogast, einer Mitteilung zufolge.