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SachsenKreuzchor mit Gedenkkonzert zur Zerstörung Dresdens im Krieg

07.02.2026, 21:52 Uhr
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Beifall erhalten Künstler nach Konzerten in Erinnerung an die Zerstörung der Stadt Dresden nicht. Die Stille danach gilt dem Gedenken an Kriegsopfer - damals wie heute.

Dresden (dpa/sn) - Mit einem bewegenden Konzert hat der Dresdner Kreuzchor an die Zerstörung der Elbestadt im Zweiten Weltkrieg erinnert. Wenige Tage vor dem Jahrestag der verheerenden Bombardements am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach führte der Knabenchor unter Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann die monumentale h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach in der voll besetzten Kreuzkirche auf.

Neben dem Dresdner Festspielorchester, dessen Mitglieder auf historischen Instrumenten spielten, ragte das Solistenensemble mit der aus Österreich stammenden Sopranistin Miriam Feuersinger, ihrem Landsmann Daniel Johannsen (Tenor), den deutschen Künstlerinnen Hanna Zumsande (Sopran) und Marie Henriette Reinhold (Alt) sowie dem Bass Tobias Berndt hervor.

Mauersbergers "Wie liegt die Stadt so wüst" macht den Anfang

Schon der Beginn des Konzertes ging unter die Haut. Denn der Kreuzchor begann mit einem Teil aus der Motette "Wie liegt die Stadt so wüst", die der frühere Kreuzkantor Rudolf Mauersberger (1889-1971) unter dem Eindruck der Zerstörung Dresden mit Texten aus den Klageliedern Jeremias für seinen Chor geschrieben hatte.

Am 13. Februar 1945 und an den beiden darauffolgenden Tagen hatten britische und amerikanische Bomber das Zentrum der Elbestadt in Schutt und Asche gelegt. Bis zu 25.000 Menschen starben. Zunächst warfen 773 britische Bomber riesige Mengen an Sprengbomben ab. Darauf folgten etwa 650.000 Brandbomben, die einen Feuersturm entfachten.

Dresdner Innenstadt glich einer Wüste aus Ruinen

Die Innenstadt glich schon nach der ersten Angriffswelle einer Wüste aus Ruinen. Am 14. und 15. Februar folgten Bombardements der US-Amerikaner. Die Luftangriffe werden regelmäßig von Rechtsextremen instrumentalisiert, um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren. Unter Völkerrechtlern und Historikern, auch in Großbritannien, sind die Bombardements umstritten.

Experten sind sich aber darin einig, dass die Luftangriffe auf Dresden nicht ohne den Kontext des Kriegsverlaufs betrachtet werden können. Der von Deutschland ausgelöste Krieg war im Februar 1945 auch nach Dresden zurückgekehrt, heißt es immer wieder.

Viele Veranstaltungen zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens

Am Jahrestag der Zerstörung Dresdens wird mit vielen Veranstaltungen an die damaligen Kriegsopfer, aber auch an Notleidende heutiger Kriege erinnert. Die Dresdner Orchester spielen Konzerte, nach denen das Publikum auf Beifall verzichtet und am Ende still in einer Gedenkminute verharrt.

Quelle: dpa

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