SachsenLWB will mehr als 2.000 neue Wohnungen in Leipzig bauen

Leipzigs städtische Wohnungsgesellschaft will weiter neue Wohnungen bauen. Was die Schwierigkeiten dabei sind und was es für Sachsens größte Stadt bedeutet.
Leipzig (dpa/sn) - Leipzigs kommunale Wohnungsgesellschaft (LWB) plant trotz hoher Baukosten auch in den nächsten Jahren, neuen Wohnraum zu schaffen. Bis 2035 sollen mehr als 2.000 Wohnungen gebaut werden, teilte die LWB mit. Das städtische Unternehmen sei damit nahezu der einzige gemeinwohlorientierte Akteur, der aktuell in Leipzig noch baue, sagte der Baudezernent und LWB-Aufsichtsratschef Thomas Dienberg.
"Wohnen ist und bleibt in unserer Stadt das Thema Nummer ein", sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Viele Menschen fragten sich, ob sie in Zukunft ihre Miete noch zahlen könnten. Er sei daher dankbar, dass das kommunale Unternehmen sein Bauprogramm fortsetze. Mehr als die Hälfte der neuen Wohnungen soll im geförderten Bereich entstehen - das bedeutet, sie werden zu günstigen Mieten angeboten.
Rund 10 Prozent der Wohnungen in Leipzig gehören der LWB
Die LWB verfügte Ende vorigen Jahres über 37.129 Wohnungen - das war ein Marktanteil von 10,5 Prozent in Sachsens größter Stadt. Die durchschnittliche Nettokaltmiete im Bestand stieg um 2,5 Prozent auf 6,13 Euro pro Quadratmeter an. Das sei gut ein Euro niedriger als der städtische Vergleichswert, sagte Geschäftsführerin Doreen Bockwitz. Die LWB wirke in allen Stadtbezirken preisdämpfend, betonte Oberbürgermeister Jung.
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft hat 2025 einen Jahresüberschuss von 10,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Jahr davor waren es noch 19,8 Millionen Euro. Die LWB machte höhere Aufwendungen für Instandhaltungen für den Rückgang verantwortlich.