SachsenMehr als 30 Millionen Euro für Chemnitzer Energieprojekte

Wasserstoff statt Gas, Sonne statt Kohle: Chemnitz bekommt eine Millionenförderung für die Energiewende. Darum geht es konkret.
Chemnitz (dpa/sn) - Zwei wichtige Energiewende-Projekte für Chemnitz werden mit mehr als 30 Millionen Euro von der EU gefördert. Konkret geht es um die Anbindung an das künftige Wasserstoffnetz sowie den Bau einer Solaranlage samt Batteriespeicher. Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) sprach von zwei zentralen Zukunftsvorhaben, die für die Stadt als Industriestandort sowie die gesamte Region von großer Bedeutung seien.
Zum einen geht es darum, die Stadt an das bundesweite Wasserstoffnetz anzuschließen. Dafür werden den Angaben nach bestehende Gasleitungen auf Wasserstoff umgestellt und neue Leitungen verlegt. Dazu werden 29,6 Millionen Euro investiert. Das Ganze soll 2029 fertig sein. Zum anderen werden bis 2028 für rund 25 Millionen Euro zwei großen Solaranlagen und ein Batteriespeicher gebaut. Der Speicher, bestehend aus Lithium-Ionen-Modulen in 20 Containern, soll eine Kapazität von 30 Megawattstunden haben.
645 Millionen Euro EU-Hilfen für Sachsens Braunkohleregionen
Mit dem Just Transition Fund unterstützt die EU Regionen, die besonders von der Energiewende betroffen sind. Chemnitz war bei der Energieversorgung lange Zeit abhängig von Braunkohle und hat durch den Umstieg besondere Lasten zu schultern. Insgesamt erhalte Sachsen für den Strukturwandel in den Braunkohleregionen bis 2027 rund 645 Millionen Euro von der EU, hieß es von der Landesregierung.