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SachsenMehr als 60 Millionen Euro Steuern in Sachsen hinterzogen

28.05.2026, 04:02 Uhr
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Nur zwei Mal war die Summe der nicht gezahlten Steuergelder in den letzten 16 Jahren höher. Die Linke geht von einem großen Dunkelfeld aus und fordert, mehr Steuerfahnder in die Spur zu schicken.

Dresden (dpa/sn) - Rund 61,4 Millionen Euro hinterzogene Steuern haben Steuerfahnder im vergangenen Jahr in Sachsen aufgedeckt. Auf diesen Betrag belaufen sich die 2025 rechtskräftig gewordenen Urteile und Strafbefehle in hiesigen Steuerstrafverfahren, wie das Finanzministerium auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Susanne Schaper (Linke) informierte.

Wie viel von dem nicht gezahlten Geld wieder beigetrieben wurde, wird demnach nicht erfasst. Insgesamt wurden 1.319 Verfahren erledigt. Davon endeten 250 in Strafbefehlen oder Strafurteilen, 629 wurden unter Auflagen, wie etwa der Begleichung der Steuerschulden, eingestellt. Das Gesamtsteueraufkommen in Sachsen ist mit knapp 24 Milliarden Euro angegeben.

Dritthöchste Summe seit 2010

Im Vergleich zu 2024 mit 176 Millionen Euro hinterzogenen Steuern ging die Summe im vergangenen Jahr zwar um etwa zwei Drittel zurück, seit 2010 ist es aber die dritthöchste. "Über die Gründe für den Rückgang können wir nur spekulieren, vielleicht gab es weniger Verfahren mit großem Volumen", sagte Schaper auf Anfrage. Sie geht von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus, da in der Angabe nur die aufgedeckten Fälle enthalten sind.

Die Regierung müsse die Steuerfahndung ausbauen, damit mehr Fälle aufgedeckt und mehr hinterzogene Steuern beigetrieben werden können, forderte Schaper. "Jede besetzte Personalstelle in der Steuerfahndung bringt mehr Geld ein als sie kostet." Vor allem bei Unternehmen und Einkommensmillionären müssten die Finanzämter systematisch hinschauen.

Deutlich mehr Anzeigen wegen Steuerhinterziehung

Die Zahl der Anzeigen wegen Steuerhinterziehung ist laut Ministerium deutlich angestiegen: 2025 gingen 9.640 Anzeigen ein, in etwa zu gleichen Teilen bei den drei regionalen Finanzämtern Dresden, Leipzig und Chemnitz. Das waren rund 1.000 mehr als 2024. Die Zahl nähert sich den Jahren 2010 bis 2014 mit fünfstelligen Zahlen an.

Quelle: dpa

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