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Sachsen Neuer Görlitzer OB: Wirtschafts-Allianz für Sozialausgleich

Octavian Ursu (CDU), neu gewählter Bürgermeister von Görlitz. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Bei seiner Amtseinführung wirbt der neue Görlitzer Bürgermeister Octavian Ursu für eine starke Wirtschaft als Voraussetzung für eine positive Stadtentwicklung. Seine Skeptiker bittet er um Geduld.

Görlitz (dpa/sn) - Sein Ziel ist klar: Der neue Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu möchte, dass die "familienfreundliche und weltoffene Europastadt sich als Bildungs- und Wirtschaftsstandort weiterentwickelt und wächst". Das sagte der Christdemokrat bei seiner offiziellen Amtseinführung am heutigen Samstag im Görlitzer Theater. An erster Stelle stehe für ihn deshalb, bestehende Großbetriebe, wie Siemens und Bombardier, sowie den Mittelstand bei der Zukunftsentwicklung zu unterstützen. Auch sehe er Görlitz als eine Stadt der Zukunftstechnologien.

Denn die Stärkung der Wirtschaft sei Voraussetzung für eine positive Stadtentwicklung. "Wir brauchen dieses Wachstum, um Bevölkerungszuwachs zu generieren und den nötigen sozialen Ausgleich herzustellen", sagte der 51-Jährige. Dieses Wachstum sei zudem für die Finanzierung von Sport, Theater, Musikschule oder Straßenbahn notwendig. Deshalb müsse in Infrastruktur und kluge Köpfe investiert werden. Diese Zeichen würden bereits in die richtige Richtung weisen. "Das deutsch-polnische Forschungszentrum Casus nimmt am Untermarkt seine Arbeit auf. Bei Siemens entsteht ein Innovationscampus, in Hagenwerder wird demnächst zu Bauen 4.0 geforscht und in der Stadt wächst die IT-Branche", sagte er.

Trotzdem würden zahlreiche Vorhaben noch Zeit brauchen. Aus diesem Grund bat er vor allem die Skeptiker um Geduld. "Lassen Sie uns gemeinsam die Europastadt Görlitz mit Bürgerstolz, Mut, Zuversicht und Kreativität voranbringen. Görlitz sind wir alle", sagte der Christdemokrat. Der gebürtige Rumäne hat bereits zum 1. August die Geschäfte von seinem Vorgänger Siegfried Deinege (parteilos) übernommen.

Die Wahl sorgte bundesweit für Aufsehen: Erst im zweiten Wahlgang schlug der CDU-Politiker seinen Konkurrenten Sebastian Wippel von der AfD, weil sich hinter Ursu ein breites Bündnis etablierter Parteien stellte. Die AfD hätte bei einem Sieg damals erstmals in Deutschland einen Oberbürgermeister stellen können.

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