SachsenRund 150 Umgebindehäuser öffnen im Dreiländereck

Sanierte Schmuckstücke, offene Baustellen und persönliche Geschichten: Beim Tag des offenen Umgebindehauses zeigen Eigentümer und Nutzer, wie außergewöhnlich das Leben im Denkmal ist.
Ebersbach-Neugersdorf (dpa/sn) - Im sächsisch-tschechisch-polnischen Dreiländereck stehen an diesem Wochenende (30./31. Mai) mehr als 150 Umgebindehäuser zur Besichtigung offen. Besucher bekommen dabei Einblick in eine europaweit einzigartige Fachwerkbauweise, die länderübergreifend Landschaft und Orte prägt, wie die Stiftung Umgebindehaus mitteilte. In Tschechien öffnen beteiligte Eigentümer bereits am Samstag ihre Objekte, auf deutscher Seite und in Polen einen Tag später.
Leben im Denkmal
Der Tag des offenen Umgebindehauses wird alljährlich seit 2005 veranstaltet, inzwischen verstärkt grenzüberschreitend. Nach Stiftungsangaben hilft die Aktion, für das Leben und Arbeiten in solchen Denkmalen zu werben. Hausbesitzer und Bauherren informieren über gelungene Sanierungslösungen oder zeigen Objekte während der Sanierung.
In Umgebindehäusern verbinden sich Elemente von Fachwerk, Blockbau und Massivbau zu einer besonderen Bauweise. Die hölzerne Stützkonstruktion, das sogenannte Umgebinde, umschließt dabei bogenförmig die Blockstube. Schätzungen zufolge gibt es noch insgesamt rund 20.000 der regionaltypischen Bauten in Nordböhmen, im polnischen Niederschlesien und in Sachsen. Allein im Freistaat seien etwa 6.500 davon als Kulturdenkmale erfasst.