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SachsenTheaterfestival zeigt Oper über Anti-Apartheid-Kämpfer Nkoli

24.02.2026, 15:37 Uhr
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Zum Festival "Theater der Welt" wird Chemnitz im Sommer zum deutschen Theater-Mekka. Nun sind erste Produktionen bekannt. Dabei geht es auch um ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte.

Chemnitz (dpa/sn) - Von der Oper aus Südafrika bis zum Puppentheater aus Indonesien: Für das Festival "Theater der Welt" 2026 stehen erste Programmpunkte fest. Dazu gehört eine Oper über den Anti-Apartheit-Aktivisten und Vorkämpfer der Lesben- und Schwulenbewegung Simon Nkoli, wie die Organisatoren mitteilten.

Das vom südafrikanischen Komponisten Philip Miller entwickelte Stück sei kein biografisches Porträt, sondern ein hybrider Abend mit Musikern, Sängern und Tänzern, "die das Publikum zu einem grandiosen Ball willkommen heißen, voller Energie, Lebensfreude und mit klarer politischer Botschaft".

30 Produktionen aus aller Welt

"Theater der Welt" gilt als Deutschlands größtes Festival für zeitgenössische Bühnenkunst. Es findet alle drei Jahre statt, zuletzt waren Frankfurt am Main und Offenbach Gastgeber. Vom 18. Juni bis 5. Juli macht es nun Chemnitz zum Theater-Mekka. Die künstlerische Leitung haben neun Kuratorinnen und Kuratoren aus verschiedenen Ländern. Sie wählen rund 30 Produktionen aller Kontinente für das Programm aus, das am 26. März komplett vorgestellt wird.

Mit dabei ist das Papermoon Puppet Theatre aus Indonesien mit seinem Stück "Stream of Memory", das in Chemnitz Europapremiere feiern wird. "Mit handgemachten Puppen aus Holz, Stoff und Licht verbunden mit Tanz, Musik und Video wird das generationenübergreifende Publikum von dem riesenhaften Wesen Kali auf eine Reise durch Städte, Flüsse und Wälder mitgenommen", heißt es. "Inspiriert von der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit, erzählt diese Arbeit eine Geschichte über das Erinnern, das Vergessen und die Vergänglichkeit, ganz ohne Worte."

Ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte auf der Bühne

Eine weitere Produktion kommt aus Tschechien. Dazu inszeniert Regisseur Dušan David Pařízek den Theaterabend "Amadoka" nach der Romantrilogie von Sofia Andruchowytsch. Darin wird ein Jahrhundert ukrainischer Geschichte anhand von drei Frauen erzählt. "Angetrieben von der Grausamkeit des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, sucht die Inszenierung nach einer Erzählung, wie systematische Auslöschung von Sein und Erinnerung wirkt."

Quelle: dpa

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