SachsenSorge um Zukunft von Sachsens Archäologiemuseum

Der Förderverein des Smac warnt: Eine Trennung vom Landesamt für Archäologie könnte negative Folgen für die Arbeit des Landesmuseums in Chemnitz haben.
Chemnitz (dpa/sn) - Der Förderverein des sächsischen Archäologiemuseums in Chemnitz (Smac) hat vor qualitativen Einbußen bei der Arbeit des Museums gewarnt. Hintergrund sind Überlegungen der Landesregierung, die Staatsverwaltung aus Kostengründen neu aufzustellen. Dazu laufen eine Reihe von Prüfaufträgen. Im Gespräch ist den Angaben nach auch, die Landesämter für Archäologie und für Denkmalpflege zu fusionieren; das Smac könnte derweil mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in eine Stiftung überführt werden.
Das Smac vom Landesamt zu trennen, würde dem Museum die Grundlage für seine Forschungs- und Bildungsaufgabe entziehen, warnt nun der Förderverein in einem offenen Brief. Und das Landesamt für Archäologie hätte es schwerer, seine Ergebnisse in die breite Öffentlichkeit zu tragen. "Doppelstrukturen mit einem Aufwuchs an Personal wären die zwingende Folge." Das Museum sei ein Schaufenster der Landesarchäologie. Die Ausstellungen und Vermittlungsarbeit basiere auf einem direkten Zugang zur Sammlung, Kenntnissen über aktuelle Ausgrabungen und Forschungen sowie dem Austausch über neue Erkenntnisse.
Das Ministerium von Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) wollte sich auf Anfrage nicht inhaltlich zu dem Schreiben äußern. Es handle sich um interne Prüfaufträge, bei denen verschiedene Varianten unter die Lupe genommen würden. Entschieden sei dazu noch nichts, so ein Ministeriumssprecher.