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Sachsen Sachsen startet dezentrale Ausbildung für Feuerwehren

Ein Drehleiterwagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht an einer Unfallstelle vorbei. Foto: Marcel Kusch/dpa

(Foto: Marcel Kusch/dpa)

Dresden/Rodewisch (dpa/sn) - Feuerwehrleute in Sachsen können sich künftig an mehreren Orten ausbilden lassen. Bisher sei die Aus- und Fortbildung auf die Landesfeuerwehrschule in Nardt (Landkreis Görlitz) konzentriert gewesen, teilte das Innenministerium mit. Nun starte Sachsen ein dezentrales Ausbildungsprogramm, das nach und nach auf den gesamten Freistaat ausgedehnt werden soll. Auftakt bildet ein Lehrgang im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Rodewisch (Vogtlandkreis) für 22 Leiter einer Freiwilligen Feuerwehr.

"Damit entlasten wir einerseits Nardt und können andererseits auf die Besonderheiten beim Brandschutz in den Regionen noch besser eingehen", sagte Innenminister Roland Wöller (CDU). Hintergrund ist der hohe Bedarf an Lehrgangsplätzen, den die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFS) bisher nicht abdecken kann. Für rund 5000 verfügbare Plätze in diesem Jahr liegen mehr als 14 000 Anmeldungen vor. Daher ist geplant, die Kapazitäten auf 8000 Plätze zu erhöhen; auch die dezentrale Ausbildung soll Entlastung bringen.

In Sachsen gibt es rund 42 500 ehrenamtliche Helfer bei den Feuerwehren sowie rund 2000 Bedienstete bei insgesamt acht Berufsfeuerwehren. Von 2018 bis 2022 sollen rund 200 Millionen Euro in den kommunalen Brandschutz investiert werden.

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