SachsenSozialministerium will Inventar aus Impfzentren verschenken

Dresden (dpa/sn) - Nach der gescheiterten Übernahme der sächsischen Impfzentren durch kommunale Träger soll deren Inventar kostenfrei an Ämter abgegeben werden. Eine abschließende Auswertung und Zuordnung sämtlichen Inventars stehe allerdings noch aus, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Dresden mit. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet.
Das sächsische Sozialministerium will insgesamt 7,5 Millionen Einzelartikel verschenken. Die hohe Anzahl an Einzelartikeln sei auf die großen Mengen Kleinstartikel - etwa Spritzen oder Kanüle - zurückzuführen. Der Anschaffungswert des Inventars betrug nach Angaben des Ministeriums rund 1,6 Millionen Euro. Der aktuelle Marktwert liege jedoch "weit unterhalb des Betrages", da die Gegenstände zum Teil gebraucht sind und dem allgemeinen Werteverfall unterliegen. Bislang wurden ausschließlich Laptops zur Verwendung in den Medienzentren von Schulen abgegeben.
Der Freistaat betrieb bis Ende letzten Jahres noch insgesamt 13 Impfzentren. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt war während der Corona-Pandemie ein Impfzentrum vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Auftrag des Freistaates Sachsen eingerichtet worden. Zu Hochzeiten der Pandemie soll es bis zu 64 Impfstellen im Auftrag des Freistaates gegeben haben.