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Sachsen Spontandemo gegen "Mietpreiswahnsinn" in Dresden

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Dresden (dpa/sn) - Aus Protest gegen die steigenden Mieten haben etwa 50 Demonstranten in der Dresdner Neustadt am Freitagnachmittag ein ungenutztes Grundstück für mehrere Stunden besetzt. Gegen 22 Uhr habe sich die Versammlung freiwillig aufgelöst, teilte die Polizei Dresden am Freitag mit. Einige der Besetzer seien auch über Nacht in einigen Häusern auf dem Gelände geblieben. Die Gruppe "Wir besetzen Dresden" bekennt sich auf ihrer Internetseite zu der Aktion. Die Polizei Dresden geht davon aus, dass dies stimmt.

Am Nachmittag hatten nach Polizeiangaben zunächst einige Menschen das Gelände selbst und einige der darauf stehenden Häuser besetzt. Kurz darauf versammelten sich auf der Straße vor dem Privatgelände etwa 50 Menschen mit Transparenten. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Die Linke) sei vor Ort gewesen und habe eine Spontandemonstration angemeldet, so die Polizei Dresden.

Die Ortsgruppe der Piratenpartei stellte sich ebenfalls hinter die Aktion: Die Forderungen der Gruppe "Wir besetzen Dresden" könne man "vorbehaltlos unterstützen", teilte Stadtbezirksrat Jan Kossick am Freitag mit. "Unser Anliegen ist, eine Luxusbebauung durch Investoren zu verhindern", so Kossick. Im Dresdner Stadtrat sei vergangenen Montag über die Zukunft des Geländes diskutiert worden, welches sich zurzeit in Privatbesitz befindet. Die Gruppe "Wir besetzen Dresden" schreibt zu den Zielen der Aktion auf ihrer Website, man wolle das Gelände haben um einen "tollen Ort" zu erschaffen.

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