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SachsenStaugefahr zu Pfingsten: Engpässe auf Sachsens Autobahnen

21.05.2026, 04:02 Uhr
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Viele Menschen nutzen das Pfingstwochenende für Ausflüge und Kurzreisen. Der ADAC spricht von einem der staureichsten Reisewochenenden des Jahres. Hier ist die Staugefahr besonders hoch.

Chemnitz/Dresden (dpa/sn) - Vor Pfingsten wird es eng auf Sachsens Autobahnen. Der große Belastungstest wird am Freitagnachmittag erwartet, wenn der Berufsverkehr auf die einsetzende Reisewelle trifft, wie Julia Grotjahn von der Autobahn GmbH des Bundes auf dpa-Anfrage erklärt. "Auch am Samstagvormittag (23. Mai) bleibt das Verkehrsaufkommen hoch." Pfingsten sei eines der staureichsten Wochenenden im Jahr, heißt es vom Autoclub ADAC.

Der Grund: Viele Menschen nutzen das Pfingstwochenende für Ausflüge und Kurzreisen. Anders als in Sachsen gibt es in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zudem Pfingstferien von ein bis zwei Wochen. Neben dem höheren Verkehrsaufkommen sorgen etliche Baustellen für Staugefahr. Auf den Abschnitten rollen Autos und Lkw nicht nur langsamer, es stehen auch weniger Fahrspuren zur Verfügung.

Diese Autobahnabschnitte sind besonders betroffen

Die aktuelle Staurisikokarte der Autobahn GmbH färbt in Sachsen die komplette A4, die Abschnitte der A13 (Dresden-Berlin) und A17 (Dresden-Prag) sowie die A72 Chemnitz-Hof orange wegen dichten Verkehrs. Vor allem westlich und südwestlich von Chemnitz machen größere Baustellen die Fahrt auf A4 und A72 stauanfällig.

"Baustellentechnisch wird es im Westen Sachsens einmal zwischen Wüstenbrand und Glauchau sowie rund um das Kreuz Chemnitz besonders eng", konstatiert Florian Wagner vom ADAC Sachsen. "Im weiteren Verlauf der A4, östlich von Dresden, finden sich einzelne Bauabschnitte zwischen Ottendorf-Okrilla und Pulsnitz sowie zwischen Rödertal und Oberlausitz."

So können sich Autofahrer wappnen

Die Autobahn GmbH empfiehlt Autofahrern, sich vorab über Baustellen und Sperrungen auf ihrer Route zu informieren - etwa mit Hilfe der Autobahn-App. "Starten Sie ausgeruht in die Reise, sorgen Sie für ausreichend Getränke und Essen an Bord", erklärt Grotjahn. "Planen Sie ausreichend lange Pausen ein und wechseln Sie sich – wenn möglich – in kurzen Zeitabständen beim Fahren ab."

Kommt es zu Staus oder stockendem Verkehr, dann muss eine Rettungsgasse freigehalten werden. Vorsicht sei bei Umfahrungen geboten, wie sie von Navigations-Apps angezeigt werden. Sie führten häufig zu einer Überlastung des Straßennetzes, so Grotjahn. "Der Stau ist dann häufig wesentlich umfangreicher. Eine Vollsperrung und anschließende Ableitung erfolgt in aller Regel durch die Polizei, beispielsweise für Rettungsarbeiten."

Auch der ADAC rät, bei Stau oder zähem Verkehr auf der Route zu bleiben. "Ganz schnell füllt sich auch das Nebennetz und der Stau verlagert sich." Damit die Fahrt in den Urlaub nicht im Stau steckenbleibt, rät der Verband zu guter Vorausplanung und antizyklischem Fahren. "Wir raten dabei, so früh oder so spät wie möglich am Tag loszufahren, um die Pendlerzeiten zu vermeiden", erläutert Wagner. Dabei sollte für weitere Strecken auch der Pendlerverkehr am Zielort bedacht werden.

Wie geht es nach Pfingsten weiter?

Während am Pfingstsonntag mit einer Beruhigung der Verkehrslage gerechnet wird, erwarten die Experten am Montag eine Rückreisewelle. Am Dienstag kommt dann der übliche Lkw- und Pendlerverkehr hinzu. So sei 2023 der Dienstag nach Pfingsten sogar der staureichste Tag des Jahres in Sachsen gewesen, erklärt ADAC-Sprecher Wagner.

Quelle: dpa

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