Regionalnachrichten

SachsenStudie zur Sanierung des Störmthaler Kanals liegt vor

16.04.2026, 12:49 Uhr
Am-Stoermthaler-Kanal-sind-weitere-Sicherungsmassnahmen-noetig

Seit fünf Jahren ist der Störmthaler Kanal bei Leipzig wegen Sicherheitsproblemen gesperrt. Jetzt liegt eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung vor. Ist das die Rettung für das Bauwerk?

Markkleeberg (dpa/sn) - Fünf Jahre nach der plötzlichen Sperrung des Störmthaler Kanals im Leipziger Neuseenland liegt jetzt eine Machbarkeitsstudie dazu vor, ob das Bauwerk saniert werden kann. Die "Leipziger Volkszeitung" berichtete, dass die Studie die Baukosten auf mindestens 17 Millionen Euro beziffert. Der Bergbausanierer LMBV weist allerdings darauf hin, dass das Papier auf einem alten Sachstand von 2024 beruht.

Die Machbarkeitsstudie sei im März an die Mitglieder der Steuerungsgruppe Neuseenland verteilt worden, schreibt die LMBV auf ihrer Internetseite. Das Gremium koordiniert die Gewässerentwicklung in der ehemaligen Braunkohle-Tagebaulandschaft des Mitteldeutschen Reviers.

Risiken an Kanal und Schleuse müssen neu bewertet werden

"Die Studie basiert auf dem Sachstand, wie er zum Zeitpunkt der Beauftragung (07/2024) bekannt war. Die Ergebnisse können somit nicht den aktuellsten Sachstand widerspiegeln", schrieb die LBMV.

In der Zwischenzeit mussten an dem Kanal und der dazugehörigen Schleuse zusätzliche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergriffen werden. Dadurch hätten sich wesentliche Einschätzungen verändert. Die Neubewertung der Risiko-Gefahrenlage werde derzeit von den Fachleuten beim Oberbergamt, der Landesdirektion und der LMBV geprüft. Erst danach könne die Machbarkeitsstudie "richtig eingeordnet werden", erklärte der Bergbausanierer.

Der Störmthaler Kanal war im März 2021 überraschend gesperrt worden, weil Risse in der Böschung festgestellt worden waren. Der 850 Meter lange Kanal mit einer Schleuse verbindet seit 2013 die beiden Bergbaufolgeseen Störmthaler und Markkleeberger See. Zudem führt eine Brücke der Autobahn 38 über den Kanal. Der Kanal führt über Kippengelände.

Quelle: dpa

Regionales