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Sachsen Tausende Funde bei archäologischen Grabungen bei Riesa

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Riesa/Dresden (dpa/sn) - Archäologen haben bei Grabungen auf einer über 6000 Quadratmeter großen Fläche in der Nähe von Riesa (Landkreis Meißen) Tausende Zeugnisse früherer Besiedlung entdeckt. Bisher dokumentierten sie über 880 archäologische Befunde und mehrere Tausend Einzelfunde, wie das Landesamt für Archäologie (LfA) Dresden am Mittwoch mitteilte. Die Objekte zeigten, "dass das Gebiet seit der Bandkeramik vor rund 7000 Jahren bis zur slawischen Aufsiedlung im 12. Jahrhundert immer wieder besiedelt war".

Die Fläche bei Canitz wird seit September 2021 vor Verlegung einer Ferngasleitung der Ontras Gastransport GmbH Leipzig untersucht. Dabei fanden die Wissenschaftler den Angaben nach neben typischen bandkeramischen Scherben auch Steingeräte, eine spätneolithische Pfeilspitze, Keramik aus der Bronze- und Eisenzeit, wellenbandverzierte Scherben der mittelalterlichen Slawen sowie Spinnwirtel und ein Webgewicht - "Hinweise für eine Textilproduktion vor Ort".

Im südlichen Grabungsabschnitten legten die Fachleute zudem zahlreiche bronzezeitliche Urnengräber aus der Zeit von 1400 bis 1200 v. Chr. frei. Die Gräber mit der epochentypischen Ausstattung an Beigabengefäßen sind zumeist vollständig, wenn auch zerscherbt. Sie werden laut Landesamt deshalb zur Bergung mit Gips gefestigt, um sie dann im Block entnehmen zu können.

Quelle: dpa

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