SachsenUrban will juristisch gegen Genesenen-Status vorgehen

Dresden (dpa/sn) - Der sächsische AfD-Partei- und Fraktionschef Jörg Urban will juristisch gegen die Verkürzung des Genesenen-Status in der Corona-Pandemie vorgehen. "Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für die Verkürzung von sechs auf drei Monate. Vielmehr sehe ich darin einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz im Hinblick auf die rechtliche Stellung der Geimpften", betonte der Politiker am Donnerstag in Dresden.
Urban agiert dabei gewissermaßen in eigener Sache. Er hatte sich im Januar mit dem Coronavirus infiziert und hält die vom Robert Koch-Institut veranlasste Verkürzung des Status für "willkürlich und unwissenschaftlich".
"Eine Studie der Universität Lübeck hat ergeben, dass die Immunität nach einer Corona-Erkrankung mindestens zehn Monate hält", argumentierte Urban. Zudem verwies er auf eine Kleine Anfrage im Landtag zum Thema, wonach es bei Genesenen vergleichsweise selten und zudem nur in Ausnahmefällen neuerlichen Infektionen und schweren Erkrankungen komme.
Das Sozialministerium hatte in einer Tabelle knapp 200 neuerliche Infektionen für den Zeitraum von der 13. bis zur 47. Kalenderwoche genannt, wovon 14 im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es würden aber nur "teilweise belastbare Daten" vorliegen, teilte das Ministerium mit.