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Thüringen Anklage fordert Haft nach tödlichem Angriff in Altenburg

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

(Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild)

Gera/Altenburg (dpa/th) - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes in Altenburg hat die Staatsanwaltschaft für die beiden Angeklagten eine Jugendfreiheitsstrafe von neun und sieben Jahren gefordert. Die Staatsanwaltschaft warf den 19 und 24 Jahre alten angeklagten Deutschen in ihrem Plädoyer am Montag "gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge" vor. Dem jüngeren der beiden Angeklagten sei dabei ein höheres Strafmaß zuzuordnen.

Die Männer aus Altenburg müssen sich seit Mitte März vor dem Landgericht Gera verantworten, weil sie den brutalen Erstickungstod des Mannes vor gut einem Jahr zu verantworten haben sollen. Sie sollen auf ihr Opfer in dessen Wohnung mit Schlägen und Tritten sowie einem Messer losgegangen sein, so dass es schwerste Frakturen erlitt und an einer Atemlähmung starb. Die Tritte sollen "mit einer ungeheuren Wucht" und mit einer solchen Gewalt und Intensität ausgeführt worden, dass man durchaus davon hätte ausgehen könne, dass sie tödlich enden, so die Staatsanwaltschaft. Bei den Tritten sei schon von einem bedingten Tatvorsatz auszugehen, spätestens jedoch, als der jüngere der beiden mit einem Messer auf das Opfer einstach, sei die Absicht den Nachbarn zu töten, eindeutig.

Die Verteidigung hielt das Strafmaß für zu hoch und plädierte auf eine Haftstrafe von fünf und fünfeinhalb Jahren. Das Urteil wurde für Montagmittag angekündigt.

© dpa-infocom, dpa:210530-99-797475/4

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