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ThüringenBetrunkenes Paar wählt mehrmals den Notruf – ohne Notfall

19.04.2026, 06:21 Uhr
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Falsche Messerattacke, angebliche Atemnot und jede Menge Alkohol: Wie ein Pärchen in Thüringen Polizei und Rettungsdienst eine Nacht lang beschäftigte.

Gotha (dpa/th) - Ein betrunkenes Pärchen hat ohne ersichtlichen Grund mehrmals den Notruf gewählt und damit Polizei sowie Rettungsdienst in Gotha in der Nacht auf Trab gehalten. Unter anderem riefen die beiden laut Polizei Polizisten zu einer Straftat, die nicht existierte, den Notarzt ohne Notfall und nutzten die Notrufnummer, um sich über die Polizei zu beschweren.

Zunächst soll die Frau gemeint haben, von ihrem Partner mit einem Messer bedroht zu werden, wie es in einer Mitteilung hieß. Als die Polizisten in der Wohnung ankamen, soll die Frau selbst nichts von dem besagten Angriff oder einem abgesetzten Notruf gewusst haben. Kurze Zeit später soll sie demnach wieder den Notruf gewählt haben. In dem Telefonat soll sie angegeben haben, von den Polizisten geschlagen worden zu sein.

Später soll ein Notarzt angerückt sein, weil der Lebenspartner vorgab, seine Freundin hätte Atemnot. Der Arzt soll aber keinerlei Beschwerden festgestellt haben, bloß, dass die Frau stark betrunken war.

Wie oft die beiden den Notruf in der Nacht wählten, konnte ein Sprecher zunächst nicht sagen. Auch wie viel Alkohol das Paar getrunken hatte, blieb unklar. Die beiden hatten einen Alkoholtest verweigert. Die Polizei stellte eine Strafanzeige wegen Missbrauch des Notrufs.

Quelle: dpa

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