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ThüringenBrückenarbeiten: Verkehr in Erfurt wochenlang eingeschränkt

15.07.2026, 12:40 Uhr
Die-Baukosten-liegen-zwischen-rund-13-und-15-Millionen-Euro

Autofahrer und Zugreisende aufgepasst: Wegen Bauarbeiten an einer Brücke an einem zentralen Knoten in der Landeshauptstadt kommt es zu Veränderungen im Fahrplan und im Straßenverkehr.

Erfurt (dpa/th) - Im Erfurter Stadtzentrum kommt es wegen der Erneuerung an einer Brücke am Schmidtstedter Knoten ab Ende Juli zu Einschränkungen im Verkehr. Wegen der Arbeiten gebe es vom 30. Juli bis 30. September 2026 Änderungen bei Nah- und Fernverkehr, teilte die Deutsche Bahn (DB) mit. Auch im Straßenverkehr wird es Sperrungen und Umleitungen geben.

Ab dem 3. August wird demnach die Stauffenbergallee in nördlicher Richtung gesperrt, ab dem 8. August folgt die Gegenrichtung. Ab diesem Zeitpunkt müssen Autofahrer eine Umleitung an dem vielbefahrenen Knotenpunkt nehmen. Der Kreuzungsbereich soll ab 22. August wieder befahrbar sein, die Stauffenbergallee bleibt jedoch bis Ende Oktober gesperrt. Im Fernverkehr entfällt demnach die Verbindung mit dem sogenannten Sprinter zwischen München und Berlin. Alle anderen ICEs auf der Strecke sollen bestehen bleiben. Im Nahverkehr fällt den Angaben nach eine von rund fünf Verbindungen pro Stunde des Regionalzuges zwischen Erfurt und Weimar aus. Dadurch würden sich auch die Abfahrtszeiten verschieben. Fahrgäste sollen sich laut Bahn vor Antritt der Reise über ihre Verbindungen informieren.

Mögliche Spannungsrisskorrosion Grund für Brückenarbeiten

Die Eisenbahnüberführung neben dem Erfurter Hauptbahnhof führt zahlreiche Gleise über einen der wichtigsten Straßenverkehrsknoten der Landeshauptstadt. Da bei Untersuchungen festgestellt wurde, dass ein Bauteil aus den 1970er Jahren von Spannungsrisskorrosion betroffen sein könnte, wird es laut Deutscher Bahn vollständig ersetzt. Diese spezielle Form der Korrosion im Spannstahl kann zu feinen Rissen im Inneren des Trägers führen. Schäden können ohne Vorwarnung auftreten.

Der betroffene Träger befindet sich unter den Gleisen 9 und 10. Die Baukosten liegen laut Thomas Walter, Bauleiter bei der DB InfraGO, bei rund 13 bis 15 Millionen Euro.

Weiterer Zeitplan

"Wir sind im Zeitplan", sagte Walter bei einer Begehung der Baustelle. Derzeit werde das zweite Traggerüst errichtet. Ende Juli beginne der Rückbau der Bahnanlage.

Planmäßig soll am 18. August der Abbruch der Brücke starten. Dabei soll das 38 Meter lange sowie 13 Meter breite und rund 1.500 Tonnen schwere Brückenteil in einem Stück aus der Verankerung gehoben werden. Auf dem Kreuzungsbereich des Schmidtstedter Knotens soll sie demnach innerhalb von drei Tagen in kleinere Teile zerkleinert und von dort aus abtransportiert werden.

Anfang September sollen dann die beiden vorgefertigten Traggerüste eingesetzt werden. Anschließend werden Walter zufolge etwa die Gleise verlegt und die Oberleitung wieder angeschlossen. Am 1. Oktober ist die Wiederaufnahme des regulären Zugverkehrs geplant. Für den Straßenverkehr soll der Schmidtstedter Knoten ab Ende Oktober wieder vollständig frei sein.

Quelle: dpa

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