ThüringenEinbürgerungsanträge vor allem von Syrern

Einbürgerungen sind in Deutschland an eine Reihe von Voraussetzungen gebunden. Die Mehrzahl der Anträge im vergangenen Jahr wurden von den Behörden in Thüringen positiv entschieden.
Erfurt (dpa/th) - Die Erfolgsaussichten bei Einbürgerungsanträgen in Thüringen sind hoch. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im vergangenen Jahr 3.800 Verfahren zum Erlagen der deutschen Staatsbürgerschaft abgeschlossen. 97,1 Prozent der Verfahren, die teilweise länger als ein Jahr dauern könnten, endeten mit einer Einbürgerung. Das ist nur möglich, wenn die Kandidatinnen und Kantaten einer Reihe von Voraussetzungen erfüllen.
Dazu gehören nach Angaben der Migrationsbeauftragten des Bundes eine rechtliche Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren, ein gesicherter Lebensunterhalt ohne Sozialhilfebezug, ausreichende Deutschkenntnisse sowie ein bestandener Einbürgerungstest. Zudem müssen die Anwärter straffrei sein, Ihre Identität nachweisen und sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland bekennen.
Einbürgerungsanträge vor allem von jüngeren Menschen
Insgesamt wurden in Thüringen im vergangenen Jahr mehr als 5.100 Anträge auf Einbürgerung gestellt, von denen jedoch wegen der Verfahrensdauer nicht alle 2025 entschieden wurden. Der größte Teil der Anträge kam nach den Angaben des Landesamtes von Menschen aus Syrien mit einem Anteil von 27,4 Prozent gefolgt von Menschen aus Afghanistan mit einem Anteil von 7,9 Prozent und russischen Staatsangehörigen mit einem Anteil von 7,3 Prozent.
Ein Viertel der Anträge betraf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, nur 17 Prozent der Bewerber auf die deutsche Staatsangehörigkeit waren älter als 45 Jahre.
Die Zahl der Einbürgerungen erreichte mit 3.683 Menschen im vergangenen Jahr einen Höchstwert seit Beginn der Statistik im Jahr 2000. Die Steigerung im Vergleich zum Jahr 2024 betrug 39,3 Prozent.