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ThüringenHier können sich Menschen in Thüringen am meisten leisten

12.04.2026, 04:03 Uhr
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Die Einkommen in Thüringen sind vergleichsweise gering - die Preise auch. Damit ist die Kaufkraft im Freistaat bundesweit im Mittelfeld. Es gibt aber Ausreißer.

Erfurt (dpa/th) - In Jena, Weimar und Erfurt können sich die Menschen in Thüringen von ihrem Einkommen durchschnittlich am wenigsten leisten. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln berechnet. Während die Einkommen in den drei Städten landesweit eher im unteren Mittelfeld sind, liegt das Preisniveau deutlich über dem anderer Thüringer Regionen. Am meisten blieb vom Einkommen der Analyse zufolge in den Landkreisen Hildburghausen, Greiz oder im Eichsfeld hängen.

Niedrige Einkommen, niedrige Preise

Im bundesweiten Vergleich liegt die Kaufkraft in Thüringen demnach auf Rang 8 von 16. Das um die regionalen Preise bereinigte regionale Durchschnittseinkommen betrug im Jahr 2023 - aktuellere Daten lagen nicht vor - 27.651 Euro. Im Freistaat werden demnach die bundesweit drittniedrigsten Einkommen erzielt. Allerdings sind nur in Sachsen-Anhalt die Lebenshaltungskosten niedriger als in Thüringen.

Konkret sieht das Ranking in den Städten und Landkreisen so aus:

  1. Landkreis Hildburghausen: 29.378 Euro

  2. Landkreis Greiz: 29.243 Euro

  3. Landkreis Eichsfeld: 29.002 Euro

  4. Wartburgkreis: 28.905 Euro

  5. Suhl: 28.773 Euro

  6. Landkreis Schmalkalden-Meiningen: 28.704 Euro

  7. Saale-Holzland-Kreis: 28.667 Euro

  8. Landkreis Sonneberg: 28.534 Euro

  9. Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: 28.309 Euro

  10. Saale-Orla-Kreis: 28.261 Euro

  11. Altenburger Land: 28.258 Euro

  12. Landkreis Weimarer Land: 27.929 Euro

  13. Landkreis Gotha: 27.407 Euro

  14. Landkreis Sömmerda: 27.380 Euro

  15. Gera: 27.276 Euro

  16. Unstrut-Hainich-Kreis: 27.103 Euro

  17. Ilm-Kreis: 26.954 Euro

  18. Landkreis Nordhausen: 26.946 Euro

  19. Kyffhäuserkreis: 26.834 Euro

  20. Erfurt: 25.977 Euro

  21. Weimar: 25.646 Euro

  22. Jena: 25.302 Euro

Bayern hat die höchste Kaufkraft

Am besten schneidet Bayern ab. Hier trifft das höchste nominale Einkommen auf die dritthöchsten Preise. Das führt zu einer bereinigten regionalen Kaufkraft von 30.396 Euro.

Basis der Auswertung ist eine aufwendige Datensammlung des IW Köln zu den regionalen Preisen in kreisfreien Städten, Kreisen sowie Stadt- und Landkreisen in Deutschland, die die Forscher mit Einkommensdaten des Statistischen Bundesamtes verknüpft haben.

Beide beruhen auf Daten des Jahres 2023, weil vor allem für die Einkommen keine aktuelleren validen Zahlen vorliegen. Mit einer früheren Auswertung des IW Köln zum selben Thema sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar. Damals hatte das bayerische Starnberg den ersten Platz belegt, nun ist es Heilbronn in Baden-Württemberg.

Quelle: dpa

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