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Thüringen Holz in Thüringen stark nachgefragt: Steigende Preise

Kiefernstämme liegen in einem Wald.

(Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dp)

Bei steigenden Energiepreisen suchen Verbraucher und Industrie nach Alternativen. Das wirkt sich auf den Holzabsatz aus - und die Preise.

Erfurt (dpa/th) - Die Nachfrage nach Brennholz, aber auch Energieholz für industrielle Zwecke, ist in Thüringen sprunghaft gestiegen und reißt nicht ab. Zugleich sei der Preis für Holz aufgrund der straffen Nachfrage deutlich gestiegen, teilte der Landesbetrieb Thüringenforst mit. Derzeit liege beim Brennholzhändler der Schüttraummeter lagerfertiges Buchenbrennholz mit 33 Zentimetern Scheitlänge bei über 90 Euro. Bei Fichte sind es etwa 70 Euro.

Im Brennholzbereich seien jedoch Beschränkungen zu beachten. "Der Zubau von Holzöfen und auf Holz basierender Brennstofftechnik kann nicht einfach von heute auf morgen gesteigert werden", erläuterte Thüringenforst-Sprecher Horst Sproßmann. Brennholz-Käufer seien auf das Laubholz vor allem der Buche aus. "Diese ist aufgrund der Trockenschäden und zunehmender Naturschutzrestriktionen stark begrenzt, weshalb in diesem Bereich von einer Knappheit gesprochen werden muss."

Bei den borkenkäfergeschädigten Fichten stelle sich ein anderes Bild dar. Diese Schadhölzer können den Angaben zufolge im Bereich Industrieholz gut abgesetzt werden, etwa für die Produktion von Papier oder Kartonagen. Noch seien die Holzpreise insgesamt allerdings bei weitem nicht so gestiegen, wie dies für Öl und Gas geschehen sei. Da jedoch auch die Nachfrage aus der Industrie zunehme, wo Gasfeuerungen durch Holzhackschnitzel ersetzt werden sollten, sei mit steigenden Preisen zu rechnen.

Quelle: dpa

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