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ThüringenJusos lehnen Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer ab

12.07.2025, 11:58 Uhr
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(Foto: Martin Schutt/dpa)

Den Vorschlag, Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer einzuführen, kritisiert die Nachwuchsorganisation der SPD in Jena deutlich.

Jena/Erfurt (dpa/th) - Ungerecht und weltfremd - die Jusos in Jena lassen kein gutes Haar an dem Vorschlag, dass Ausländer aus nicht EU-Staaten in Thüringen Studiengebühren zahlen sollen. "Studiengebühren sind sozial ungerecht, gefährden das internationale Profil unserer Hochschulen und widersprechen dem Grundgedanken von Bildung als Menschenrecht", sagte Marcus Hansen, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe Jena laut Mitteilung. In einer Situation, in der viele Studierende mit steigenden Mieten und Inflation zu kämpfen hätten, sei die Forderung "zynisch und weltfremd".

Die Co-Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation in Jena, Josefine Schlosser, warnte: "Wer heute Gebühren erhebt, vertreibt morgen dringend benötigte Fachkräfte."

Idee aus der Wirtschaft

Einem Bericht der Zeitungen der Funke Medien Thüringen nach machte etwa die Industrie- und Handelskammer Südthüringen zuletzt auf einen hohen Anteil ausländischer Studierender aufmerksam, wobei nach Auffassung der Kammer zu wenige anschließend in Thüringen bleiben würden und daher Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer sinnig sein könnten.

Der Vorstoß löste gemischte Reaktionen in der Thüringer Parteienlandschaft aus. Das CDU-geführte Wissenschaftsministerium sieht Argumente dafür und dagegen, die oppositionelle Linke-Fraktion lehnt solche Gebühren strickt ab, die ebenfalls oppositionelle AfD-Fraktion befürwortet die Idee.

Quelle: dpa

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