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Thüringen Kinder suchen vor und in Goethes Garten "Haseneier"

Kinder suchen vor Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm nach Beuteln mit

(Foto: Michael Reichel/dpa)

Weimar (dpa/th) - Rund 60 Kinder haben sich am Gründonnerstag in Weimar wieder auf die Suche nach "Haseneiern" gemacht. Sie wurden in Goethes Garten und im Ilm-Park vor Goethes Gartenhaus in Form von Süßigkeiten und Eiern fündig, wie die Klassik Stiftung Weimar am Donnerstag mitteilte. Die Stiftung pflegt den Brauch der "Haseneiersuche" weiter, den Johann Wolfgang von Goethe 1772 für Kinder von Freunden ins Leben rief. Der Dichter und Staatsmann veranstaltete die Suche bis ins hohe Alter fast jährlich. Auch seine Enkel nahmen später daran teil.

Den Einfallsreichtum Goethes bei der "Haseneiersuche" beschrieb 1783 etwa der Dichter Friedrich von Matthisson (1761-1831): "[Goethe] blieb mit den Kindern beisammen bis nach Sonnenuntergang und gab ihnen am Ende noch eine Naschpyramide preis, d.h. an dem oberen Ende einer mit Seife glatt gemachten Kletterstange waren an einem pyramidenförmigen Gestell allerhand Zuckerwaren aufgehängt, die sich die Knaben herunterholen mußten."

Klassik Stiftung Weimar

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