ThüringenLand fördert erneut Urlaub von Familien mit wenig Geld

Urlaube kosten oft eine Menge Geld. Um Thüringer Familien mit geringem Einkommen Erholung zu ermöglichen, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Unterstützung vom Land.
Erfurt (dpa/th) - Für Urlaubsaufenthalte von einkommensschwachen Familien stellt Thüringen in diesem Jahr 409.000 Euro zur Verfügung. Das sind rund 50.000 Euro weniger als im vergangenen Jahr, wie es aus dem Familienministerium heißt. Mit der Förderung können Thüringer Familien mit wenig Geld unter bestimmten Voraussetzungen vergünstigt Urlaub im Freistaat in ausgewählten Ferienstätten machen.
Da es in diesem Jahr bislang etwas weniger Anfragen gegeben habe, seien die Mittel reduziert worden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Das Geld wurde jedoch nicht gekürzt, sondern die Differenz fließt demnach in andere Maßnahmen der überregionalen Familienförderung.
Neun teilnehmende Einrichtungen
Die Unterstützung können Familien mit geringem Einkommen mit Kindern erhalten, für die ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Zudem müssen sie ihren Wohnort in Thüringen haben. Gefördert werden nach Angaben des Ministeriums Urlaube von zwei bis maximal zwölf Tagen in einer der neun teilnehmenden Einrichtungen.
Dabei besteht die Wahl zwischen Ferienstätten in Oberhof im Thüringer Wald, in Uder, Bodenstein und Heilbad Heiligenstadt (alle drei im Landkreis Eichsfeld), in Gießübel (Landkreis Hildburghausen), in Körner-Volkenroda (Unstrut-Hainich-Kreis) sowie in Nordhausen, Sondershausen und Erfurt.
Um einen Zuschuss zu erhalten, müssen sich die Familien direkt an die Einrichtungen mit den nötigen Unterlagen wenden, die dann entsprechend reduzierte Tagessätze berechnen. Für Bildungsaufenthalte gibt es pro Tag Vergünstigungen zwischen 25 und 40 Euro und für Erholungsurlaube zwischen 20 und 30 Euro.
Vergangenes Jahr 241 geförderte Familien
Wie viele Familien in diesem Jahr die Angebote annehmen, lässt sich laut Ministeriumssprecherin bislang nicht sagen - denn die Anmeldungen können das ganze Jahr über gestellt werden. So gebe es nach dem Sommer auch immer noch einige Familien, die etwa in den Herbstferien die Unterstützung in Anspruch nähmen. "Die Nachfrage nach den geförderten Angeboten ist insgesamt stabil", sagte sie.
Vergangenes nahmen 241 Familien die Förderung in Anspruch. Während 99 von ihnen Angebote der Erholung nutzten, waren 142 Familien bei Einrichtungen der Familienbildung. Im Jahr zuvor sei die Verteilung der 234 Familien andersherum gewesen, als mehr Angebote der Erholung in Anspruch genommen worden seien.
Für Kinder einkommensschwacher Familien gibt es rund um die Sommerferien und den Schulstart zudem etwa auch Angebote von kirchlichen Einrichtungen wie Diakonie und Caritas.