Regionalnachrichten

ThüringenMinister: Evakuierungen wegen Schwelbrand denkbar

19.08.2026, 07:27 Uhr
Thueringens-Umweltminister-Tilo-Kummer-BSW-kann-nicht-ausschliessen-dass-Anwohner-nahe-des-andauernden-Schwelbrandes-bei-Meuselwitz-bei-moeglicher-Gesundheitsgefahren-ihr-Zuhause-fuer-eine-gewisse-Zeit-verlassen-muessen

Seit Wochen brennt es auf einem ehemaligen Tagebaugelände im Altenburger Land. Nun hat sich Umweltminister Kummer zu möglichen Folgen für die Anwohner geäußert.

Erfurt (dpa/th) - Umweltminister Tilo Kummer hält Evakuierungen wegen des unterirdischen Schwelbrands auf dem früheren Kohlebergbaugelände bei Meuselwitz (Landkreis Altenburger Land) unter Umständen für angebracht. "Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass es zu einer Gesundheitsbeeinträchtigung für die betroffene Bevölkerung führt, dann müssen natürlich Maßnahmen ergriffen werden", sagte der BSW-Politiker im Thüringen Journal des MDR am Dienstagabend. "Da müssen wir gucken, wie Menschen aus der Gegend eventuell für eine Zeit lang tatsächlich auch weggebracht werden."

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) als Eigentümerin des Geländes habe diesen Schritt bereits für Menschen mit besonderen Gesundheitsbeeinträchtigungen veranlasst, so Kummer weiter. Details, um wie viele Betroffene es dabei ging, nannte er nicht.

Der Schwelbrand liegt im Altenburger Land in der Nähe der Landesgrenzen zu Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Rauch verursacht laut LMBV weiterhin erhebliche Geruchsbelästigungen. Messungen sollen laut Kummer Aufschluss darüber geben, inwiefern die Rauchgase zu gesundheitlicher Belastung für die Anwohner führen können.

Der Brand auf der stillgelegten Kohlebergbaufläche des ehemaligen Tagebaugebiets Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Nachdem der oberirdische Brand gelöscht war, wurde das Areal an die LMBV übergeben, die Eigentümerin der Fläche ist. Über Jahre haben sich auf dem Gelände in einem Becken Kohlereste abgelagert.

Quelle: dpa

Regionales