ThüringenRothirsch poliert sein Geweih für die Brunft auf

Mit lautem Röhren und frisch poliertem Geweih geht der Rothirsch in die Brunft. Warum er jedes Jahr so viel Aufwand betreibt, bleibt ein Rätsel.
Erfurt (dpa/th) - Erst der Abwurf, dann monatelanges Wachstum, jetzt noch eine gründliche Schönheitskur: Der Rothirsch macht sich für die herbstliche Brunft fein. Sein neu gebildetes Geweih ist inzwischen ausgewachsen - nun muss nur noch die samtige Baste herunter.
Dafür reibt der "König der Wälder" die schützende Hülle an Bäumen und Sträuchern ab. Bei einem ausgewachsenen heimischen Hirsch kann das Geweih fünf bis elf Kilogramm wiegen und bis zu einem Meter breit sein, wie die Thüringer Landesforstanstalt mitteilte.
In wenigen Wochen soll die aufpolierte Trophäe dann ihren großen Auftritt haben: Mit mächtigem Kopfschmuck und lautem Röhren wirbt der Rothirsch um Hirschkühe und versucht, Rivalen einzuschüchtern. Warum die Tiere jedes Jahr so viel Energie in ein neues Geweih stecken, ist wissenschaftlich allerdings weiterhin nicht vollständig geklärt.
Der Rothirsch gilt nach dem Aussterben von Wisent und Elch als größte Wildtierart in Deutschland.