ThüringenGeld für Naturschutz auf dem Acker

Blühstreifen für Insekten, Schutz des Rotmilans und extensive Grünlandnutzung: Wofür Thüringer Landwirte jetzt finanzielle Unterstützung erhalten.
Erfurt (dpa/th) - Für zusätzliche Leistungen im Umwelt-, Klima- und Naturschutz haben rund 1.500 Agrarbetriebe in Thüringen Fördergelder in Höhe von etwa 32 Millionen Euro erhalten. Mit dem Geld werden freiwillige Maßnahmen unterstützt, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte.
Die Mittel stammen aus dem Kulturlandschaftsprogramm und wurden in den vergangenen Tagen ausgezahlt. Das Programm wird den Angaben nach überwiegend aus EU-Mitteln zur Entwicklung des ländlichen Raums finanziert. Damit soll der Mehraufwand der Betriebe ausgeglichen werden, wenn diese sich etwa für mehr Artenvielfalt oder den Erhalt von Landschaften engagieren.
Blühstreifen und Rotmilan
Nach Angaben des Ministeriums werden im Freistaat auf rund 180.000 Hektar entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Blühstreifen für Insekten und Feldvögel auf etwa 900 Hektar. Auch die extensive Nutzung von Grünland, beispielsweise durch Schäferei, wird gefördert – hierfür wurden mehr als vier Millionen Euro bereitgestellt. Zudem werde der Schutz des Rotmilans durch die Verbesserung dessen Lebensbedingungen unterstützt.
Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) betonte, das Programm würdige den Einsatz der Landwirte für Natur und Artenvielfalt und sichere zugleich deren Engagement finanziell ab. Wer sich in dieser Weise engagiere, verdiene Anerkennung und vor allem eine verlässliche Unterstützung.