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Thüringen Wegfall der Testpflicht an Schulen: Plan sorgt für Skepsis

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Foto: Michael Reichel/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Die Pläne von Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke), die Testpflicht an Schulen abzuschaffen, sind im Thüringer Landtag weitgehend auf Ablehnung gestoßen. Auch Holters eigene Parteikollegen aus der Linke-Fraktion zeigten sich skeptisch. Seine Fraktion empfehle, die geplanten Veränderungen bezüglich der Testpflicht zu prüfen, sagte der Linke-Abgeordnete Christian Schaft am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung des Gesundheitsausschusses und des Bildungsausschusses.

Seine Fraktion sei dafür, dass Präsenzunterricht weitestgehend ermöglicht werde, blicke aber auch mit Sorge auf die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus.

Auch Vertreter der SPD-Fraktion und der Grünen-Fraktion sprachen sich in der Ausschusssitzung erneut mit Nachdruck gegen den Wegfall der Testpflicht an Schulen aus. "Wir sind auch etwas unglücklich und sehr skeptisch mit dem faktischen Fast-Wegfallens an Kindergärten und an Schulen", sagte SPD-Abgeordnete Dorothea Marx. Es sollte nicht von dem engmaschigen Testangebot abgewichen werden.

CDU-Fraktionschef Mario Voigt und Vize-Ministerpräsidentin Anja Siegesmund (Grüne) hatten bereits am Dienstag dafür plädiert, die Testpflicht beizubehalten.

Holter wies in der gemeinsamen Ausschusssitzung im Landtag darauf hin, dass man sich trotz des geplanten Wegfalls der Testpflicht vorbehalte, dies auch wieder rückgängig zu machen, sollte dies nötig sein. Bislang dürfen nur Menschen, die sich testen lassen, Thüringer Schulen betreten. Schüler, die sich nicht testen lassen wollen, müssen im Distanzunterricht beschult werden. Holter will diese Regelung ändern und die Testpflicht abschaffen, ein Testangebot jedoch aufrecht halten.

© dpa-infocom, dpa:210623-99-115917/2

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