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ThüringenWie Thüringer Hochschulen von einem Bauprogramm profitieren

19.04.2026, 11:35 Uhr
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Geldsegen für mehr Tempo: Vom Bund fließen rund 53,42 Millionen Euro nach Thüringen, um bei Bauprojekten an den Thüringer Hochschulen schneller voranzukommen. Wohin die Mittel gehen.

Erfurt (dpa/th) - Thüringens Hochschulen können für geplante oder teils begonnene Bauvorhaben mit Finanzspritzen vom Bund rechnen. Rund 53,42 Millionen Euro gibt es bis 2029 zusätzlich, wie das Thüringer Wissenschaftsministerium und das Bauministerium gemeinsam mitteilten. Demnach fließt das Geld über die Schnellbau-Initiative des Bundes, hinter der wiederum das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität steckt.

Großteil des Geldes geht an die FSU

  • Der größte Teil geht mit rund 34 Millionen an die Friedrich-Schiller-Uni Jena. An der größten staatlichen Universität Thüringens soll mit dem Geld der Campus-Neubau am Inselplatz beschleunigt werden. 

  • Insgesamt rund 15 Millionen erhält die Bauhaus-Universität Weimar, etwa für Brandschutz und für die Herrichtung eines historischen Speicherbaus zu einem Fakultätsgebäude mit Laboren.

  • 1,82 Millionen Euro sind für die Erneuerung der Brandmeldeanlage an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar vorgesehen.

  • An die TU Ilmenau sollen rund zwei Millionen Euro in Sanierungsarbeiten etwa an der Mensa fließen.

  • In Dacharbeiten an der Bibliothek der Hochschule Schmalkalden sollen 0,65 Millionen Euro gesteckt werden.

Minister: Gezielte Förderung und Standortstärkung

"Wir investieren gezielt dort, wo der Bedarf derzeit am größten ist und bringen dadurch wichtige Bau- und Sanierungsprojekte zügig voran, stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen und schaffen zugleich bessere Rahmenbedingungen für Studierende und Beschäftigte", sagte Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU).

Mit modernen Lehr- und Forschungsgebäuden würden beste Bedingungen für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Thüringen geschaffen, ergänzte Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW).

Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums werden auch Vorhaben unterstützt, die auf Nachhaltigkeit abzielen – etwa wenn die Energieeffizienz erhöht und der CO2-Ausstoß reduziert werden soll.

Sanierungsstau abbauen

Generell soll das Fördergeld helfen, Bauprojekte zu beschleunigen oder vorzuziehen. Zudem soll damit ein seit Jahren bestehender Investitionsstau angegangen werden. In vielen nach der Wiedervereinigung entstandenen Gebäuden bestehe nach 30 Jahren intensiver Nutzung erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsbedarf, hieß es.

In Thüringen gibt es vier Universitäten, eine Musikhochschule, vier Hochschulen beziehungsweise Fachhochschulen und eine Duale Hochschule, die staatliche Einrichtungen sind.

Quelle: dpa

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