ThüringenWöchentliche Kontrolle von Bleilochstausee wegen Blaualgen

In einem Bereich des Bleilochstausees sind Blaualgen nachgewiesen worden - dort gilt nun ein Badeverbot. Die offiziellen Badestellen des Sees sind jedoch nicht betroffen.
Rosenthal am Rennsteig (dpa/th) - Nachdem an einer Stelle des Bleilochstausees ein Badeverbot wegen Blaualgen verhängt wurde, soll der See wöchentlich kontrolliert werden. Das Badeverbot gilt für die Region Harra im oberen Bereich des Sees, wie eine Sprecherin des Landratsamts des Saale-Orla-Kreises sagte. Alle offiziellen Badestellen hätten aber nach wie vor eine gute Wasserqualität - dazu gehören etwa die Bereiche Saalburg und Kloster. Zuvor hatte der MDR berichtet.
Die Blaualgen haben sich laut Sprecherin an einer Stelle gebildet, wo die Saale in den See mündet und das Wasser nicht sehr tief ist. Dort könne sich das Wasser stärker erwärmen als an anderen Stellen, was die Algenbildung begünstige. "Dort gibt es keine offizielle Badestelle", erklärte sie. Damit jedoch wirklich niemand dort schwimmen gehe und auch keine Tiere daraus trinken würden, gilt seit vergangener Woche ein Badeverbot an dieser Stelle.
Der restliche Stausee inklusive der offiziellen Badestellen sei nicht vom Blaualgenbefall betroffen. Die Stellen werden laut Sprecherin nun wöchentlich auf ihre Wasserqualität überprüft. Vom 7. bis 9. August findet das Festival "SonneMondSterne" an der Bleilochtalsperre bei Saalburg-Ebersdorf statt.
Blaualgen (Cyanobakterien) können Giftstoffe bilden. Sie können beim Menschen Haut-, Schleimhaut- oder Augenreizungen sowie Durchfall nach dem Verschlucken verursachen. Bei warmem Wetter und günstigen Umweltbedingungen können sich die Bakterien besonders stark vermehren.