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Thüringen Zahlreiche Neugierige bei öffentlichem Glockenguss in Apolda

Mitarbeiter einer Glockenbaufirma arbeiten an einem Ofen, in welchem Metall erhitzt wird und dann über einen Steg in flüssiger Form in die Hülle der neuen Glocke gegossen wird.

(Foto: Bodo Schackow/dpa)

Apolda (dpa/th) - Drei Jahrhunderte nach dem ersten Glockenguß in Apolda ist am Montag öffentlich eine Glocke für die Kirche der Gemeinde Kapellendorf produziert worden - vor den Augen mehrerer Hundert Neugieriger. "Das öffentliche Schau-Gießen soll an den ersten Glockenguss in Apolda vor 300 Jahren erinnern", erläuterte Volker Heerdegen vom Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirche Apolda, die auch die Kirche in Kapellendorf betreut.

Rund 320 Kilogramm wiegt die Glocke, die von Glockengießer Rudolf Perner aus Passau angefertigt wurde. Ob der Glockenguss gelungen ist, kann erst nach dem vollständigen Auskühlen der Bronze - in etwa einer Woche - beurteilt werden.

Das öffentliche Schaugießen bildete den Auftakt zum Jubiläum "300 Jahre Glockenguss in Apolda". 1722 war der Glockengießer Johann Christoph Rose aus Volkstedt - heute ein Ortsteil er Lutherstadt Eisleben in Sachsen-Anhalt - mit dem Guss zweier Glocken für die neue lutherische Stadtkirche in Apolda beauftragt worden. Er wurde ansässig und errichtete mit einem Zuschuss aus der hiesigen Kirchenkasse eine feste Gießhütte. Eine der beiden ersten in Apolda gegossenen Glocken läutet nach Angaben der Kirchgemeinde bis heute im Turm der Lutherkirche.

Quelle: dpa

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