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Dinge finden leicht gemachtApple AirTag: 3 praktische Anwendungen, an die noch niemand gedacht hat

15.02.2026, 08:00 Uhr
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Die Mini-Tracker von Apple sind praktisch zum Finden verlorener Gegenstände. Wir zeigen drei eher ungewöhnliche Verwendungszwecke. (Foto: istockphoto.com)

Apples kleine Tracker können mehr als nur Schlüssel wiederfinden. Drei unkonventionelle Anwendungen zeigen, wo AirTags ihre Stärken jenseits der Standardnutzung ausspielen.

Der Apple AirTag ist ein münzgroßer Bluetooth-Tracker, der über Apples "Wo ist?"-Netzwerk verloren gegangene Gegenstände aufspürt. Die Funktionsweise ist simpel: Viele iPhones weltweit können anonym Positionshinweise eines AirTags an das Apple-Netzwerk liefern. Gedacht ist das System vor allem für Schlüssel, Taschen oder Geldbörsen. Doch es gibt Einsatzgebiete, die deutlich interessanter sind als nur die Suche nach verlorenen Wertgegenständen.

AirTags gibt es im Einzel- oder Viererpack. Meist lohnt sich der Kauf der größeren Packung mehr, da der Einzelpreis sinkt. Zudem hat Apple kürzlich eine zweite Generation der handlichen Mini-Tracker veröffentlicht. Diese sind bei Reichweite und Genauigkeit etwas leistungsstärker, allerdings auch teurer als die Vorgänger-Variante. Derzeit gibt es den Viererpack der ersten AirTag-Generation bei Media Markt für 107,99 Euro.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Ausrüstung im Shared Space problemlos wiederfinden

Wer teure Werkzeuge, Musikinstrumente oder Sportausrüstung regelmäßig in Gemeinschaftsräumen nutzt, kennt das Problem: Der Werkzeugkoffer wandert im Transporter von Ecke zu Ecke, der Gitarrenkoffer steht nach der Probe plötzlich doch im falschen Bandraum oder die Skitasche verschwindet nach dem Hotelaufenthalt im Kellerlabyrinth. Ein AirTag kann hier helfen, gegen das Chaos im eigenen Umfeld vorzugehen.

Dabei geht es weniger um eine Diebstahlsicherung als um das Wiederauffinden nach Verwechslungen oder unbeabsichtigtem Umräumen. Gerade in Umgebungen wie Proberäumen, Vereinsheimen und Co., zu denen mehrere Personen regelmäßig Zutritt haben, verschwinden Gegenstände selten wirklich, sie werden aber zum Teil oft genug verlegt. Ein unauffällig platzierter AirTag kann die Suche nach dem eigenen Equipment deutlich verkürzen.

Was AirTags können – und was nicht

Wichtig zu wissen: Ein AirTag ist kein vollwertiger GPS-Tracker. Die Ortung funktioniert nur dort zuverlässig, wo auch genügend iPhones in der Nähe sind – in Städten, auf Veranstaltungen oder an Bahnhöfen klappt das meist gut, auf einsamen Wanderwegen eher nicht. Auch als Diebstahlschutz taugen die Tracker nur bedingt: Professionelle Diebe wissen meistens, wie sie AirTags aufspüren und deaktivieren können. Der eigentliche Nutzen der Geräte liegt grundsätzlich im Wiederfinden verlegter, verwechselter oder verlorener Gegenstände.

Außerdem wichtig: AirTags sollten ausschließlich an eigenen Sachen genutzt werden. Wer sie heimlich an fremden Gegenständen oder gar Personen anbringt, handelt häufig gegen das Gesetz. Apple hat aus diesem Grund Anti-Stalking-Funktionen integriert, die fremde AirTags in der Nähe per Smartphone-Nachricht und Tonsignal melden können. In sensiblen Kontexten empfiehlt sich daher durchaus eine offene Kommunikation darüber, dass ein Tracker im Einsatz ist.

Analoge Dokumente taggen: Der Ordner, den niemand lange suchen will

Es gibt sie einfach: Dokumente, die man selten braucht, im Ernstfall aber einfach partout nicht schnell wiederfindet. AirTags in physischen Ordnern oder Mappen, die wichtige Dokumente enthalten, können hier Abhilfe leisten. Egal ob es Fahrzeugpapiere für die Urlaubsreise, Patientenakten, Notfallmappen oder Hausunterlagen sind: All dies sind Dinge, die man selten braucht, aber im Ernstfall sofort zur Hand haben muss.

Ein AirTag im Ordnerdeckel oder in einer eingesteckten Klarsichthülle verwandelt den Ordner so in einen wiederfindbaren Gegenstand. Besonders praktisch: Wer mehrere solcher Ordner hat und sie mit unterschiedlichen Namen im "Wo ist?"-System versieht, findet auch später noch heraus, in welchem Schrankfach die Mietunterlagen oder die Steuerakten wirklich liegen. Der AirTag wird so zum digitalen Lesezeichen für analoge Archive und die Nahbereichssuche führt mit akustischem Signal verhältnismäßig schnell zum richtigen Ort.

Fahrrad, Kinderwagen und Co.: Den Überblick bei Abstellorten behalten

Fahrräder, Kinderwagen, Buggys oder Rollatoren haben eines gemeinsam: Sie werden oft gemeinsam irgendwo abgestellt – vor der Kita, in der Klinik, in der Sporthalle oder am Rande einer Veranstaltung. Gerade in großen, unübersichtlichen Räumen oder bei Events kann es schnell mühsam werden, den eigenen Buggy im Meer sehr ähnlicher Modelle auf Anhieb wiederzufinden. Ein AirTag am Gestell hilft, den Standort schnell zu lokalisieren, ohne jeden Wagen einzeln zu inspizieren. Gleiches gilt auch bei Fahrrädern an Bahnhöfen – hier können wohl vor allem die Niederländer ein Lied vom in der Masse abgetauchten Fahrrad singen.

Es geht hierbei weniger um eine Diebstahlsicherung als um das Wiederfinden der eigenen Gegenstände in unübersichtlichen Situationen. Wer seine AirTags zu diesem Zweck sicher anbringen möchte, wird bei Tink fündig. Hier gibt es AirTag-Halter von Belkin derzeit im Doppelpack. Die schwarzen AirTag-Träger lassen sich dabei per Schlüsselring an allen möglichen Ösen und Griffen befestigen.

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Die Alternative für Autobesitzer: Echter GPS-Tracker mit LTE-Fähigkeit

Wer für die Diebstahlsicherung seines Fahrzeugs wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, der braucht statt eines AirTags eher einen echten GPS-Tracker, am besten mit eigenem Handyempfang. Einerseits ist so die Ortung unabhängig von iPhones möglich, andererseits wird es Übeltätern weniger leicht gemacht, das Tracking zu entdecken und zu beseitigen. Außerdem kann die Batterie nicht leer werden, solange das Auto selbst noch einen aktiven Stromkreis besitzt. Ein typischer GPS-Tracker ist der YUKAtrack easyWire, der bei Tink erhältlich ist.

Das Gerät bietet dabei unter anderem die Handy-Ortung des eigenen Fahrzeugs, ein digitales Fahrtenbuch und Geo-Fencing. Eine LTE-fähige SIM-Karte sowie eine zwölfmonatige Datenflatrate sind im Kaufpreis enthalten.

Die Details:

  • GPS-Tracker mit LTE-Empfang

  • Geofencing und Live-Tracking über das Smartphone

  • Digitales Fahrtenbuch

  • Individuelle Alarmmeldungen

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Fazit: So machen AirTags das Leben etwas übersichtlicher

AirTags sind vor allem dann stark, wenn es ums schnelle Wiederfinden im Alltag geht – etwa bei gemeinsam genutzter Ausrüstung, unübersichtlichen Abstellorten oder wichtigen Papierordnern, die sonst "verschwinden". Als GPS- oder Diebstahlschutz-Ersatz taugen sie dagegen nur eingeschränkt, weil die Ortung iPhone-Nähe braucht und Profi-Diebe sie oft erkennen. Wichtig bleibt zudem: Tracker gehören ausschließlich an eigene Gegenstände – und in sensiblen Umfeldern ist Transparenz sinnvoll.

Quelle: ntv.de