2-in-1-LaptopFür wen lohnt sich der Umstieg auf ein Convertible?

Smartphone, Laptop, Tablet & Co.: Für den täglichen Gebrauch sammeln sich mehrere technische Geräte an. Praktisch ist es, wenn sich mehrere Gadgets vereinen lassen. Ein Convertible etwa ist Laptop und Tablet in einem.
Convertibles bieten die optimale Funktionalität aus Laptop und Tablet: Ohne Tastatur funktionieren sie wie ein Tablet, die Bedienung erfolgt über den Touchscreen und oft einen zugehörigen Stift. Im Laptop-Modus nutzt man die angeschlossene Tastatur für die Eingabe. Die Flexibilität hat allerdings auch ihren Preis – Convertibles kosten meist etwas mehr als herkömmliche Laptops mit ähnlicher Ausstattung. Die Anschaffung will daher gut überlegt sein. Für wen lohnt sich der Kauf – und welche guten Modelle gibt es?
Für welche Aufgaben lohnt sich ein Convertible?
Convertibles erweisen sich bei verschiedenen Aufgaben als praktisch:
für flexibles Arbeiten, besonders unterwegs
handschriftliches Arbeiten und Notizen
kreative Aufgaben wie Zeichnen, Videobearbeitung & Co.
wenn Laptop und Tablet für ungefähr gleiche Aufgaben verwendet werden
Convertibles gibt es in zwei Versionen: Bei Modellen wie von Samsung und HP lässt sich die Tastatur nach hinten umklappen. Diese Geräte bringen im Tabletmodus etwas mehr Gewicht auf die Waage, dafür hat man immer beide Komponenten zur Hand. Andere Hersteller wie Microsoft setzen auf eine abnehmbare Tastatur, die sich bei Bedarf anschließen lässt.
Galaxy Book Pro 360: Convertible von Samsung
Mit dem Galaxy Book Pro 360 hat Hersteller Samsung auch eine Convertible-Version seiner Laptops im Portfolio. Wie der Name schon verrät, lässt sich die Tastatur für den Tablet-Modus bei diesem Modell dank 360-Grad-Scharnier nach hinten umklappen. Der verbaute Intel i7 und 16 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher sorgen für ordentlich Power – ideal für rechenintensive Anwendungen wie Video- oder Soundbearbeitungen. Für die vereinfachte Arbeit auf dem Touchscreen, beispielsweise für handschriftliche Notizen, ist der S-Pen dabei.
Akkulaufzeit: bis zu 21 Stunden
Display: 13,3 Zoll, AMOLED-Touchscreen, 1.920 x 1.080 Pixel
Prozessor: Intel i7 mit 2,8 GHz, bis zu 4,7 GHz im Boost-Modus
Arbeitsspeicher: 16 GB
Speicher: 512 GB SSD
Gewicht: 1,1 kg
Wer auch von unterwegs aus Internetanwendungen nutzt, hat möglicherweise nicht immer ein stabiles WLAN-Netzwerk parat. Dann lohnt sich ein Gerät mit mobiler Datenverbindung. Mit einem Preis von über 1.500 Euro schlägt das Galaxy Book mit 5G-Unterstützung allerdings ganz schön zu Buche. Etwas günstiger geht es etwa im Bundle mit einem Tarif bei o2:
Kosten für Gerät + My Data L mit 60 GB (LTE/5G): 63,49 Euro monatlich
Kosten für Anzahlung, Anschluss und Versand: 79,98 Euro einmalig
Mindestlaufzeit: 36 Monate
Effektivkosten für den Laptop: 1.235,99 Euro
Verrechnet man die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit mit dem regulären Datentarifpreis (29,99 Euro / Monat), werden für den 2-in-1-Laptop noch rund 1.236 Euro fällig. Das ist eine Ersparnis von etwa 300 Euro gegenüber dem Einzelpreis.
Im Praxistest von Computerbild setzt sich das Galaxy Book Pro mit einer Endbewertung von 1,9 („gut“) an die Spitze. Getestet wurde das Modell mit 15-Zoll-Display und gleicher Hardware.
Microsoft Surface Pro 8: Tablet mit Tastatur
Das Microsoft Surface Pro 8 ist ein 13-Zoll-Tablet, das sich mit der passenden Tastatur zum Andocken in einen vollwertigen Laptop verwandelt. Ausgestattet mit einer 5-Megapixel-Webcam und Dolby-Atmos-fähigen Stereo-Lautsprechern trifft es den Zeitgeist: Es eignet sich optimal für Online-Meetings und die Arbeit im Homeoffice. Dank eines Gewichts von rund 900 Gramm lässt sich das Gerät leicht transportieren und unterwegs nutzen.
Akkulaufzeit: bis zu 16 Stunden
Display: 13 Zoll, PixelSense-Flow-Touchscreen, 2.880 x 1.920 Pixel
Prozessor: Intel i5 mit 2,4 GHz, bis zu 4,2 GHz im Boost-Modus
Arbeitsspeicher: 16 GB
Speicher: 256 GB SSD
Gewicht: 0,89 kg
Das passende Signature Keyboard erweitert den Funktionsumfang gleich doppelt: Neben einer Tastatur mit Trackpad ist auch der Slim Pen 2 dabei, mit dem man auf dem Bildschirm schreiben kann. Das einzige Manko: Surface und Keyboard müssen separat erworben werden, die Tastatur schlägt also noch einmal mit rund 240 Euro zu Buche.
Der Preistipp: HP Envy x360
Das Envy x360 von HP ist ein Preistipp unter den Convertibles: Es kostet je nach Ausstattung zwischen 700 und 900 Euro. Arbeitsspeicher und Akkuleistung können in der Preisklasse nicht mit den teureren Modellen mithalten, dafür wartet das HP Envy mit einer Funktion auf, die heutzutage nur wenige Convertibles besitzen: einen Steckplatz für externe Speicherkarten. So lässt sich der interne Speicher von 512 Gigabyte auf bis zu ein Terabyte erweitern.
Akkulaufzeit: bis zu 12,75 Stunden
Display: 13,3 Zoll, IPS-Touchscreen, 1.920 x 1.080 Pixel
Prozessor: Intel i5 mit 2,4 GHz, bis zu 4,2 GHz im Boost-Modus
Arbeitsspeicher: 8 GB
Speicher: 512 GB SSD
Gewicht: 1,32 kg
Wie das Samsung-Modell auch, kommt das Envy x360 mit einer befestigten Tastatur zum Umklappen. Stiftung Warentest bewertete den 2-in-1-Laptop mit der Gesamtnote 1,8 ("gut") und lobte die starke Performance sowie die Display- und Tastaturleistung.
iPad als Laptop nutzen: Ein Convertible von Apple?
Hersteller Apple ist mit iPad, MacBook und iMac ebenfalls auf dem Tablet- und Computermarkt vertreten. Apple-Fans blicken jedoch in die Röhre: Ein Convertible aus Cupertino gibt es bisher nicht. Immerhin bietet ein iPad Pro mit Magic Keyboard eine ähnliche Funktionalität. Dockt man das Tablet an die tragbare Tastatur an, lässt es sich wie ein Laptop verwenden. Anders als herkömmliche separate Tablet-Tastaturen hat das Magic Keyboard für die einfache Bedienung sogar ein Trackpad.
Das iPad Pro kommt mit 12,9-Zoll-Display, 256 Gigabyte SSD-Speicherplatz und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Der hauseigene M1-Chip sorgt für ordentlich Power und eine schnelle Eingabeverarbeitung.
Lohnt sich die Anschaffung eines Convertibles?
Die Kombination aus Laptop und Tablet eignet sich vor allem für die flexible Anwendung unterwegs sowie kreative Aufgaben und handschriftliches Arbeiten. Nicht ganz so praktisch hingegen sind sie für mobiles Gaming, denn dafür fehlt es ihnen an der nötigen Power. Hier ist ein speziell konzipierter Laptop die sinnvollere Wahl. Wer nicht beide Geräte gleichermaßen oder täglich nutzt, kommt mit separaten Modellen aus der Mittelklasse womöglich günstiger weg als mit einem Oberklasse-Convertible.