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Statt "The Wall"Diese XXL-Fernseher kosten nur einen Bruchteil vom Samsung-Monster-TV

07.03.2026, 04:30 Uhr
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So groß? Moderne XXL-TVs liefern Kino-Feeling, müssen aber nicht mehr so viel kosten wie ein Kleinwagen. (Foto: LG, Samsung / Ki-Generiert)

Riesige Bildschirme, satte Farben, kein siebenstelliger Preis: Wer ein XXL-Heimkino will, muss weder Bankdirektor sein noch sein Wohnzimmer zum Ausstellungsraum umbauen. Wir zeigen drei passende Modelle.

Samsungs The Wall ist das, was passiert, wenn Ingenieure kein Budget-Limit kennen: ein modulares Micro-LED-Display, das in Unternehmenslobbys und auf Messen zu Staunen führt und je nach Konfiguration locker 100.000 Euro oder mehr kosten kann. Für Privatanwender bleibt diese TV-Erfahrung meistens Fantasie, allerdings muss man dennoch nicht auf einen XXL-TV verzichten. Moderne Geräte zwischen 77 und 86 Zoll im Wohnzimmer liefern längst ein starkes Kinoerlebnis – zu Preisen, bei denen The Wall wohl nur müde lächeln würde.

LG 86NANO81T6A: Günstiger Gigant mit erstaunlicher Leistung

Wer maximale Bildfläche zum kleinstmöglichen Preis sucht, wird derzeit beim LG 86NANO81T6A fündig. Laut Hersteller setzt das Gerät auf NanoCell-Technologie, bei der Nano-Partikel auf dem LCD-Panel einzelne Wellenlängen herausfiltern und so reinere, sattere Farben ermöglichen sollen. Der verbaute α8 4K AI-Prozessor optimiert laut LG sowohl Bild als auch Ton automatisch auf Grundlage des Inhalts. Das AV-Magazin testete das Modell mit der Note "Sehr gut" und lobte dabei ausdrücklich das Preis-Leistungs-Verhältnis.

In Testberichten wird die native Bildwiederholrate von 100 Hertz positiv hervorgehoben, die Bewegungen in Sport und Gaming flüssig und ruckelfrei darstellt. Für Spiele-Fans bietet das Gerät ALLM (Auto Low Latency Mode), VRR sowie HGiG-Unterstützung für eine realistische HDR-Darstellung in Spielen. Einzige Schwäche laut Testern: Das IPS-Panel zeigt in dunklen Räumen erwartungsgemäß schwächere Schwarzwerte als OLED-Modelle.

  • Display: 86 Zoll (218 cm), 4K UHD (3.840 x 2.160), 100 Hz nativ

  • HDR-Unterstützung: HDR10, HLG, Dolby Vision

  • Betriebssystem: webOS 24 mit 4-Jahres-Upgrade-Garantie

  • Besonderheiten: FilFilmmaker-Modeming-Features (ALLM, VRR, HGiG), Magic Remote

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

LG OLED77B59LA: Der OLED-Einstieg für ambitionierte Heimkino-Fans

Wer bei Bildqualität keine Kompromisse eingehen möchte, greift bei Fernsehern zur OLED-Technologie – und LGs Einsteigerklasse B5 bietet mit dem 77-Zöller OLED77B59LA genau das zu einem verhältnismäßig fairen Einstiegspreis. Bei Oled-Panels leuchtet jeder Pixel selbst und kann somit auch vollständig abgedunkelt werden, was laut Hersteller perfektes Schwarz und einen theoretisch unbegrenzten Kontrast ermöglichen soll. Der 2025 eingeführte α8 Gen2 4K AI-Prozessor soll die Bildverarbeitung gegenüber dem Vorgänger dabei weiter verbessern. HIFI.DE bezeichnet die 55-Zoll-Variante des B5 als "echte Kaufempfehlung" mit einer sehr neutralen Bilddarstellung.

Im Test von Netzwelt überzeugten besonders Bewegungsschärfe und Blickwinkelstabilität – Stärken, die bei LCD-Panels oft auf der Strecke bleiben. Das schlanke Design mit unter fünf Zentimetern Bautiefe macht den 77-Zöller auch wandmontagetauglich. Für Streaming-Freunde bietet webOS 25 Zugriff auf alle relevanten Dienste inklusive Apple TV+, Disney+ und Netflix in Dolby Vision.

  • Display: 77 Zoll (195 cm), 4K UHD (3.840 x 2.160), 120 Hz nativ

  • HDR-Unterstützung: Dolby Vision IQ, HDR10, HLG

  • Betriebssystem: webOS 25 mit Upgrade-Garantie für rund 5 Jahre

  • Besonderheiten: 4 HDMI-2.1-PortseeSync, Filmmaker-Mode, Dolby Atmos

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Samsung GQ85QN85D: Mini-LED-TV in 85 Zoll

Wer bei Samsung bleiben möchte, aber nicht The Wall finanzieren kann, findet im GQ85QN85D ein überzeugendes Neo-QLED-Modell mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung. Laut Samsung führt die Quantum-Matrix-Technologie mit tausenden kleinen Mini-LED-Zonen zu präzisem Local Dimming und deutlich weniger Lichtwolkenbildung in dunklen Szenen als bei klassischen LED-TVs. Der Neural Quantum Prozessor 4K AI Gen2 nutzt laut Samsung 4K AI Upscaling, das von 20 neuronalen KI-Netzwerken unterstützt wird, und optimiert das Bild (und den Ton) abhängig vom Inhalt. In Tests wird zudem die hohe Spitzenhelligkeit der QN85D-Serie hervorgehoben. Das ist vor allem in hellen Wohnräumen ein Vorteil, in denen viele OLED-Modelle etwas weniger Helligkeitsreserven haben.

Mit HDR10+ Adaptive passt sich der Fernseher laut Samsung dabei automatisch an die aktuellen Lichtverhältnisse im Raum an. Gaming-Fans bekommen FreeSync Premium Pro und ein dediziertes Gaming-Hub. Als Einschränkung gilt, wie bei vielen Mini-LED-TVs üblich, ein eingeschränkterer Betrachtungswinkel im Vergleich zu IPS- oder OLED-Panels.

  • Display: 85 Zoll (214 cm), 4K UHD (3.840 x 2.160), 100 Hz nativ / Motion Xcelerator 120 Hz

  • HDR-Unterstützung: HDR10+, HDR10+ Adaptive, HLG

  • Betriebssystem: Tizen (Smart Hub, Gaming Hub)

  • Besonderheiten: Mini-LED mit Quantum Matrix, FreeSync Premium Pro, Twin-Tuner, Dolby Atmos / OTS Lite

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Fazit: Kinoformat klappt auch zu vernünftigen Preisen

Ob günstiger NanoCell-Gigant, eleganter OLED-Bildkünstler oder helligkeitsstarkes Mini-LED-Modell: Alle drei Fernseher bieten ein Heimkino-Erlebnis, das den meisten Wohnzimmern schlicht angemessener ist als ein modulares Display wie The Wall, das sich über ganze Hauswände erstreckt (und vermutlich eine neue Hypothek auf Omas Häuschen erfordert). Samsungs Giga-Display bleibt genau das, was es ist: ein technisches Kunstwerk für Messen, Firmenzentralen und vielleicht ein paar Dutzend sehr entschlossene Privatpersonen weltweit. Für alle anderen gilt: 77 bis 86 Zoll an der Wand, ein gutes Sofa in sicherem Abstand, und das Kino kommt nach Hause.

Quelle: ntv.de