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Oma knows bestDiese cozy Hobbys sind richtig gut für das Gehirn

04.02.2026, 06:00 Uhr
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Cozy Hobbys können in Momenten von Stress, Unruhe oder Angst eine wohltuende Auszeit schenken. (Foto: iStock)

Cozy Hobbys sind in den sozialen Medien im Trend, und die ruhigen "Oma"-Aktivitäten bekommen mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie Sport-Content oder produktive Morgen-Routinen. Und das aus gutem Grund: Lesen, Stricken und Co. machen Spaß und sind gesund.

Die Hobbys, die wir noch von Oma kennen, sind jetzt wieder im Trend und können sogar einen positiven Effekt auf das Gehirn haben. Immer mehr greifen statt zum Handy oder zur Fernbedienung wieder zum Buch oder zur Handarbeit, um ihre Freizeit zu verbringen. Die Auszeit vom Bildschirm fühlt sich nicht nur gut an, sondern hat bewiesene Vorteile für die Gesundheit.

Lange gesund dank Büchern

Spätestens BookTok hat Lesen wieder zum angesagten Hobby auch in jüngeren Generationen gemacht, und das trotz steigender Digitalisierung und in Konkurrenz zu den sozialen Medien. Insbesondere kurzweilige Fantasy- oder Romance-Bücher bestimmen die aktuellen Trends – und das aus gutem Grund, denn die spannenden Bücher lassen sich leichter lesen als anspruchsvolle Schinken und sind deswegen das Gegenmittel bei einer Leseflaute.

Diese Vorteile hat das Lesen:

  • Entspannung: Die AOK berichtet über eine Studie der University of Sussex, die belegt dass der aktuelle Stresspegel durch das Lesen von Büchern um bis zu 68 Prozent gesenkt werden kann. Messbar ist das durch eine gesenkte Herzfrequenz, die jedoch hauptsächlich dem Stillsitzen zu verdanken sei. Trotzdem wird das Innehalten durch das Hobby gefördert.

  • Gesenktes Demenzrisiko: Laut der Deutschen Hirnstiftung und der AOK liegt es außerdem nahe, dass Bücherlesen das Risiko für Demenz senken könne. Das Gesundheitsmagazin verweist auf Forschungen, bei denen die Erkrankungsrate bei intellektuell aktiven Menschen geringer ausfällt. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass häufiges Lesen von Büchern oder Zeitschriften einen Teil der Alterserscheinungen verbaler Fähigkeiten kompensieren könne.

  • Länger leben? Das Gesundheitsmagazin verweist auf eine US-amerikanische Studie, in der zwölf Jahre lang über 3.600 Teilnehmer untersucht wurden. Das Ergebnis: Eifrige Leser leben durchschnittlich 23 Monate länger als Lesemuffel.

  • Für Kinder gilt das Lesen laut AOK-Gesundheitsmagazin als Entwicklungs-Boost. Es könne den Wortschatz, die Grammatik, den Ausdruck sowie das Allgemeinwissen verbessern.

Jetzt mehr lesen: 3 Bücher gegen eine Leseflaute

Wer statt langen Geschichten mittlerweile eher Kurzvideos gewohnt ist, kann beim Lesen Probleme kriegen. Doch: Die nötige Konzentration lässt sich mit der Zeit wiedererlangen – und gerade spannende Geschichten erleichtern den Einstieg in das Hobby.

Diese Bücher brechen die Leseflaute:

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Wer sowieso schon viel liest oder wieder mehr lesen möchte, könnte von einem E-Reader profitieren. Immerhin sind die Geräte deutlich kompakter als ein Buch, so ist das neue Hobby überall griffbereit. Auch das sanfte integrierte Licht könnte mehr Lesestunden ermöglichen, etwa vor dem Einschlafen. Insgesamt hat das digitale Lesen einige Vorteile, wie schnelleres Lesen, einen geringeren Preis pro Buch und das sofortige Downloaden des neuen Favoriten.

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Weitere Lesetipps: Die spannendsten Buch-Neuerscheinungen im Januar 2026

So gesund ist Puzzeln

Puzzeln macht nicht nur Spaß als Gehirnjogging, sondern kann das Gehirn auch langfristig fit halten. Wie Prof. Dr. Kathrin Reetz, Präsidentin der Deutschen Hirnstiftung, erklärt, trägt Puzzeln – wie jede geistige Stimulation – dazu bei, das Gehirn leistungsfähig zu erhalten. Sie verweist auf eine Studie aus Australien, in der festgestellt wurde, dass geistige Aktivitäten wie Puzzeln, Kartenspiele, Schach oder Kreuzworträtsel mit einem um neun Prozent niedrigeren Demenzrisiko verbunden seien. Noch effektiver seien laut Expertin intellektuelle Aktivitäten wie Sprachkurse, Fortbildungen oder Tagebuchschreiben. Wichtig sei es, geistig wie körperlich aktiv zu bleiben und sich selbst bis ins Alter zu fordern. Puzzeln kann demnach eine effektive und einfach umsetzbare Möglichkeit für die geistige Gesundheit sein.

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Wie gesund ist Stricken?

Auch Stricken gehört zu den cozy Hobbys, die dank Instagram und Co. gerade frischen Wind gewinnen. Das ist gar nicht so überraschend, immerhin hält einen die Handarbeit vom Handy fern, und am Ende gibt es noch einen angesagten Schal oder Pullover als Produkt der gemütlichen Arbeit.

Das sind die Vorteile vom Stricken:

  • Entspannung pur: Die Strick-Expertin Ebba Drolshagen vergleicht in einem Artikel für psychologieheute.de das repetitive Verstricken der Maschen mit Meditation und betont, dass sich die Handarbeit als Ablenkung bei Stress, Unruhe und Ängsten eignen kann. Diese meditative Wirkung betont auch das AOK-Gesundheitsmagazin.

  • Kleine Erfolge: Das fertige Strickstück in den Händen zu halten, könne zudem das Selbstwertgefühl stärken, insbesondere wenn sonst im Leben gerade nicht alles rund läuft.

  • Aktiviert das Gehirn: Laut Net Geo (@netgeo bei Instagram) kommen beim Stricken Kreativität, Motorik und Konzentration zusammen, was unterschiedliche Hirnregionen stimuliert. Diese Stimulation könne wiederum Gedächtnisverluste wie bei der Alzheimerdemenz mindern, so eine Studie der Mayo Clinic in Rochester.

  • Training der Gelenke: Laut des Strick-Profis könne die gleichmäßige Bewegung helfen, die Finger, Hände und Unterarme geschmeidig zu halten. Doch: nicht übertreiben! Die Finger müssen sich noch an die Bewegung und das Gewicht des Strickstücks gewöhnen, lieber langsam anfangen und bei Vorerkrankungen besonders aufpassen.

Einfach stricken lernen

Wenn Oma oder Mama einem das Stricken nicht mehr beibringen können, dann helfen Bücher oder Videos für Anfänger. Es gibt zahlreiche leichte Anleitungen mit Step-by-Step-Erklärungen, die selbst Strickneulingen die Basics beibringen und am Ende schon das erste Accessoire oder Kleidungsstück bescheren. Dabei müssen die fertigen Strickstücke nicht wie von Oma aussehen, sondern modern und nach dem eigenen Geschmack.

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Fehler gehören beim Stricken dazu und sind gerade bei Anfängern ganz normal. Doch die Maschen können einfach aufgeribbelt und Fehler behoben werden, nur so lernt man dazu. Und gerade neuer Input, wie das Erlernen neuer Techniken, stimuliert das Gehirn. Noch dazu lernt jeder beim Stricken Resilienz, also das Coolbleiben beim Fehlermachen – wenn nicht vorher aufgegeben wird.

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So gut sind cozy Hobbys für die Gesundheit

Cozy Hobbys, wie wir sie etwa von Oma kennen, haben also nachweislich eine positive Wirkung auf das Gehirn. Kein Wunder, dass neben der Aufmerksamkeit in den sozialen Medien, auch Forschende Interesse an Lesen, Puzzeln und Handarbeit zeigen. Natürlich spielen beim Thema Gesundheit, Longevity und Demenzpräventation mehr Faktoren mit wie etwa Bewegung, Ernährung und soziale Kontakte. Doch: Es kann definitiv nicht schaden, zumindest etwas der Zeit, die sonst vor dem Fernseher, Smartphone oder Tablet verbracht wird, mit einem Oma-Hobby zu ersetzen.

Quelle: ntv.de