Das läppert sich!Ende der Einspeisevergütung? Jetzt für 20 Jahre Solarförderung sichern

Die Einspeisevergütung für private Solaranlagen steht auf der Kippe. Doch wer in nächster Zeit eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach installiert, der kann sich die Förderung noch für 20 Jahre sichern.
Die feste Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen bis 25 Kilowatt könnte bald gestrichen werden – ntv.de berichtete. Einem bekannt gewordenen Entwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge soll die garantierte Vergütung für überschüssigen Solarstrom – derzeit 7,78 Cent pro kWh – entfallen. Stattdessen sollen private Stromerzeuger ihren PV-Überschuss per Direktvermarktung zu Geld machen. Die Krux: Die dafür nötige Infrastruktur macht diesen Schritt eigentlich noch nicht mit – Stichwort: schleppender Smart-Meter-Rollout.
Das Problem: Für Eigenheimbesitzer mit Solar-Wunsch ist die Einspeisevergütung noch immer ein wichtiger Baustein in der Kalkulation. Auch wenn Anlagen heute mehr auf Eigenverbrauch ausgelegt werden und mit E-Auto plus Wärmepumpe neue Verbraucher immer wichtiger sind, wird noch immer ein Teil des Stroms ins Netz abgegeben – gegen die Bezahlung von knapp acht Cent pro Kilowattstunde. Wer eine PV-Anlage mit sieben bis zehn KW Leistung auf dem Dach hat und nur 30 Prozent davon einspeist, sichert sich immerhin 150 bis 250 Euro pro Jahr. Auf die garantierten 20 Jahre gerechnet, ergibt das einen gesicherten Bonus von 3.000 bis 5.000 Euro.
Sollte die Reform wie diskutiert kommen, könnte sich die feste Vergütung für typische Dachanlagen ab 2027 erledigen. Das spannende Detail: Entscheidend für die garantierte 20-Jahres-Zusage der Einspeisevergütung ist das Datum der Inbetriebname einer PV-Anlage. Soll heißen: Wer vor der Gesetzesänderung ans Netz geht, der hat die Förderung für zwei Dekaden sicher. Solaranlagen-Profis wie Enpal geben an, dass es im Durchschnitt nur sechs Wochen von der Kundenanfrage bis zur Installation einer neuen PV-Anlage dauert. Praktisch: Der Anbieter erstellt auf Basis eines simplen Online-Fragebogens ein auf den Kunden zugeschnittenes Festpreisangebot – kostenlos und unverbindlich.
Warum die Einspeisevergütung relevant bleibt
Lange war die Einspeisevergütung das Hauptargument für eine Solaranlage. Das hat sich geändert: Heute lohnt sich eine PV-Anlage vor allem deshalb, weil selbst erzeugter Solarstrom den teuren Netzstrom ersetzt. Zudem können große Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe mit Strom vom eignen Dach viel günstiger getrieben werden. Dennoch bleibt die Vergütung wirtschaftlich relevant. Denn selbst bei gutem Eigenverbrauch entstehen regelmäßig Überschüsse – vor allem mittags, im Sommer und an Tagen mit geringer Last im Haushalt.
Gerade bei der Finanzierung macht das einen Unterschied: Eine über 20 Jahre kalkulierbare Vergütung schafft Planungssicherheit – Banken, Installateure und Eigentümer können mit einem festen Rückfluss rechnen. Fällt dieser Mechanismus weg, rückt die Wirtschaftlichkeit stärker in Richtung Eigenverbrauchsoptimierung, Speicherstrategie und möglicher Direktvermarktung. Das macht kleinere Anlagen nicht automatisch unrentabel – aber komplexer.
Für Kaufinteressenten heißt das: Nicht allein die Sorge vor dem Förder-Aus sollte handlungsleitend sein, sondern die nüchterne Frage, ob eine Anlage unter den Vor-Ort-Bedingungen wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Die politische Unsicherheit ist dann eher ein Beschleuniger – wenn eine Anlage ohnehin in den nächsten ein bis zwei Jahren geplant war, kann eine frühere Inbetriebnahme helfen, den geltenden Rechtsrahmen noch mitzunehmen.
Besonders in den folgenden drei Fällen ist dies sinnvoll:
wenn ein Haus ohnehin saniert wird und Dacharbeiten anstehen
wenn ein hoher Stromverbrauch vorliegt, etwa durch Wärmepumpe oder E-Auto
wenn eine Finanzierung nur mit planbaren Einnahmen überzeugend darstellbar ist
In diesen Konstellationen wirkt die feste Einspeisevergütung wie ein Stabilitätsanker. Sie ist nicht der größte Renditetreiber, verbessert aber die Gesamtrechnung und federt schwächere Verbrauchsphasen ab. Gerade bei Anlagen ohne großen Batteriespeicher fällt das ins Gewicht, weil dann typischerweise mehr Strom ins Netz abgegeben wird.
Mehr als eine Notlösung: Balkonkraftwerk mit Speicher
Wer nicht in eine ausgewachsene PV-Anlage investieren kann oder möchte, für den ist ein Balkonkraftwerk eine günstigere Option, um selbst Solarstrom zu erzeugen und damit die Stromkosten zu senken. Pluspunkt: Solche Mini-Solaranlagen lassen sich auch in Mietwohnungen nutzen, denn seit Mai 2024 dürfen Vermieter sie nicht mehr pauschal verbieten.
Bei Montage und Installation sind Balkonkraftwerke vergleichsweise niedrigschwellig: Sie können etwa am Balkongeländer oder auf einem Flachdach angebracht werden, und die Anmeldung ist ohne Unterstützung durch einen Elektriker möglich. Der Anbieter Kleines Kraftwerk gewährt aktuell über 800 Euro Rabatt auf die Mini-PV-Anlage XL Quattro mit vier 500-Watt-Modulen und dem neuesten Solarspeicher von Anker.
2.000 Watt PV-Leistung: 4 XL-Module à 500 Watt (bifazial)
All-in-One-Speicher Anker Solarbank 3 Pro mit 2,7 kWh Kapazität
Stromanschlusskabel, 4 Solarkabel-Sets, deutsche Anleitungen
Anker Smart Meter geschenkt
Kostenloser Speditionsversand
Fazit: Panik ist nicht angebracht, doch die Uhr tickt
Die feste Einspeisevergütung für kleine neue Solaranlagen ist politisch nicht mehr unangreifbar. Sollte der aktuelle Reformkurs umgesetzt werden, könnte das Zeitfenster für die heute gewohnte 20-jährige Kalkulationssicherheit bald kleiner werden. Aktuell gilt jedoch das bestehende EEG-Regelwerk: Wer seine Anlage nach heutigem Recht in Betrieb nimmt, sichert sich den dann geltenden Fördersatz für 20 Jahre. Genau deshalb kann es sinnvoll sein, eine ohnehin geplante PV-Anlage nicht auf die lange Bank zu schieben – nicht aus Panik, sondern aus ökonomischer Vernunft.