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Da lohnt sich SolarIn diesen Monaten ist ein Balkonkraftwerk am ertragreichsten

25.07.2025, 04:30 Uhr
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Balkonkraftwerke in Deutschland boomen. Aber in welchen Monaten ist der Ertrag am höchsten? (Foto: istockphoto.com)

Balkonkraftwerk-Besitzer wissen: Die Ertragsunterschiede zwischen den Jahreszeiten sind erheblich. Wir klären, in welchen Monaten sich ein Balkonkraftwerk besonders lohnt.

Der Balkonkraftwerk-Boom in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf. Mittlerweile sind laut Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur bereits über eine Million Mini-Solaranlagen installiert. Dabei hat vor allem die Liberalisierung der Gesetze im Frühjahr 2024 den Markt beflügelt. Während die Technik mittlerweile ausgereift ist, stellt sich für viele Besitzer aber nach wie vor die Frage nach dem optimalen Timing für die größten Erträge.

Balkonkraftwerk vom deutschen Anbieter: Kleines Kraftwerk Duo XL

Die Variante Duo XL vom Hersteller Kleines Kraftwerk steht stellvertretend für ein typisches Balkonkraftwerk in Deutschland. Das Set umfasst zwei Solarpanels mit einer Gesamtleistung von 1.000 Watt Peak, einen Wechselrichter, Kabel und Halterungen.

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Soviel Leistung bringt ein Balkonkraftwerk in Deutschland

Balkonkraftwerke erzeugen in Deutschland im Jahr durchschnittlich 900 bis 1.000 Kilowattstunden pro installierter Kilowatt Peak Leistung. Diese Werte schwanken jedoch erheblich, je nach Standort und Jahreszeit. Der Solarertrag liegt im Sommer dabei deutschlandweit etwa drei- bis viermal höher als im Winter. Diese drastischen Unterschiede entstehen durch längere Tageszeiten, höheren Sonnenstand und weniger bewölkte Tage.

Dabei gibt es nicht nur saisonale, sondern auch regionale Unterschiede – Süddeutschland erntet laut Experten deutlich mehr Sonnenenergie als der Norden. Die mittlere Globalstrahlung summiert sich zudem in den Sommermonaten auf deutlich höhere Werte als im Winter. In Süddeutschland ist der Ertrag dabei etwa 15 bis 20 Prozent höher als im Norden.

Günstiges Modell für Balkonkraftwerk-Einsteiger: Solakon onLite

Der deutsche Anbieter Solakon ist besonders auf extra-günstige Balkonkraftwerke spezialisiert. Die Variante onLite ist dabei ein gutes Modell für Balkonkraftwerk-Einsteiger. Hier gibt es ausreichend Leistung mit allen notwendigen Bauteilen zu einem günstigen Preis.

  • Zwei bifaziale Solarmodule mit insgesamt 900 Watt Peak

  • Fox ESS Wechselrichter (800 Watt) inklusive Solakon-App

  • Passende Halterungen für Gitterbalkone

  • Fünf-Meter-Anschlusskabel mit Schutzkontaktstecker

  • Preis: 319,99 Euro plus Versand

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Die ertragreichsten Monate im Detail

Wenig überraschend sind Mai bis August die ertragsstärksten Monate für Balkonkraftwerke. Der Juni erreicht durch die Länge der Tage dabei meist Spitzenwerte, während der Dezember weniger als 20 Prozent des Sommerertrags liefert.

Die Topwerte entstehen durch die Kombination aus langen Frühsommer-Tagen und intensiver Sonneneinstrahlung. Juni und Juli bieten in Deutschland mit bis zu 16 Sonnenstunden täglich optimale Solar-Bedingungen. Bei durchschnittlich 1.000 bis 1.200 Sonnenstunden pro Jahr konzentriert sich insgesamt etwa die Hälfte auf die Sommermonate.

Balkonkraftwerkspeicher in der Hochleistungsphase

In den ertragreichsten Sommermonaten können Stromspeicher den Eigenverbrauch des Balkonkraftwerkes deutlich steigern. Zusätzliche Batterien ermöglichen dabei laut Experten bis zu einem Drittel mehr Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms. Die Investition rechnet sich allerdings nur bedingt: Komplettsets mit Batteriespeicher sind erst ab etwa 1.000 Euro erhältlich.

Die Wirtschaftlichkeit hängt dabei stark vom individuellen Verbrauchsverhalten ab – wird der meiste Strom erst abends und nachts verbraucht, kann sich ein Speicher schnell rentieren. Entstehende Mehrkosten eines Balkonkraftwerks mit Speicher brauchen etwas länger, um sich zu amortisieren. Bei steigenden Strompreisen kann sich diese Rechnung jedoch schnell zugunsten der Speicherlösung verschieben.

EcoFlow Stream Ultra: All-in-One-Solarbatterie

Ein solcher All-in-One-Speicher ist der Akku Stream Ultra von EcoFlow. Das Gerät bietet hohe Eingangsleistung durch gleichzeitige Ladung von Solarpanels und über einen Wechselstrom-Eingang. Dazu kann der Akku in bestehende Smarthome-Energiesysteme integriert werden.

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Ausrichtung für maximalen Ertrag

Beim Ertrag spielen auch Aufstellung und Ausrichtung der Module eine wichtige Rolle. Die optimale Ausrichtung nach Süden mit einem Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad erzielt die höchsten Jahreserträge. Abweichungen reduzieren den Ertrag: Ost- oder Westausrichtung bringen etwa 20 Prozent weniger Leistung als die Südausrichtung.

Verschattungen durch Gebäude oder Bäume können die Erträge zusätzlich drastisch mindern. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin rechnet für ein 800-Watt-System an einem Süd-Balkon ohne Verschattung mit insgesamt 550 bis 790 Kilowattstunden im Jahr.

Temperatur und Effizienz

Ein heißer Sommer ist aber nicht immer optimal für Solarenergie: Bei sehr heißen Lufttemperaturen über 30 Grad Celsius verlieren die Module an Leistung und Effizienz. Dieser Effekt ist physikalisch bedingt: Solarmodule arbeiten bei niedrigeren Temperaturen effizienter. Paradoxerweise können daher klare, kühle Frühlingstage zum Teil bessere Erträge liefern als heiße Sommertage.

Der optimale Temperaturbereich für Solarmodule liegt zwischen 15 und 25 Grad Celsius. An heißen Sommertagen kann die Modultemperatur auf über 60 Grad steigen, was die Leistung um zehn bis 15 Prozent reduziert.

Praktische Tipps für die ertragreiche Zeit

Während der Hauptsaison sollten die Module regelmäßig gereinigt werden, da Staub und Pollen die Leistung mindern können. Bereits eine dünne Schmutzschicht reduziert den Ertrag um fünf bis zehn Prozent. Nach längeren Trockenperioden lohnt sich eine vorsichtige Reinigung mit Wasser.

Die Installation neuer Anlagen plant man idealerweise für das Frühjahr, um die gesamte ertragreichste Saison nutzen zu können. Wer flexibel bei der Anschaffung ist, kann durch geschicktes Timing die Amortisationszeit verkürzen. Trotzdem lohnt sich auch eine Inbetriebnahme im Sommer, immerhin wird dann sofort viel Solarstrom produziert.

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Amortisation und Wirtschaftlichkeit

Die Amortisationszeit hängt stark von den jährlichen Erträgen ab. Bei aktuellen Strompreisen von etwa 35 Cent pro Kilowattstunde und Anschaffungskosten zwischen 500 und 1.200 Euro rechnen sich Balkonkraftwerke nach sechs bis zehn Jahren. Die ertragreichsten Sommermonate tragen überproportional zur Wirtschaftlichkeit bei.

Ein gut positioniertes System erzeugt jährlich 600 bis 800 Kilowattstunden und spart bis zu 280 Euro an Energiekosten. Diese Werte basieren auf optimalen Bedingungen. In der Realität spielen Eigenverbrauchsquote und regionale Gegebenheiten eine entscheidende Rolle.

Fazit: Das richtige Solar-Timing lohnt sich

Die Sommermonate von Mai bis August bringen Balkonkraftwerken drei- bis viermal höhere Erträge als die Wintermonate. Ein gut positioniertes 800-Watt-System kann in dieser Zeit bis zu 400 Kilowattstunden erzeugen und damit etwa 140 Euro Stromkosten einsparen. Diese vier Monate tragen somit überproportional zur Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage bei.

Einziger Nachteil: Die hohen Temperaturen können die Effizienz der Module reduzieren. Wer dennoch maximale Erträge erzielen möchte, sollte auf optimale Südausrichtung, regelmäßige Reinigung und gute Hinterlüftung achten. Speicher können den Eigenverbrauch steigern, rechnen sich aber erst bei steigenden Strompreisen oder hohem Abendverbrauch.

Quelle: ntv.de