Shopping & Service

Praktisch und sicherEinsteiger-Smartphones für Kinder im Vergleich

28.02.2026, 04:30 Uhr
Ab-wann-sollten-Kinder-eigentlich-Smartphones-besitzen-Wir-zeigen-welche-Modelle-sich-fuer-juengere-Nutzer-eignen-Symbolbild
Ab wann sollten Kinder eigentlich Smartphones besitzen? Wir zeigen, welche Modelle sich für jüngere Nutzer eignen. (Foto: istockphoto.com)

Das erste Smartphone für Kinder muss nicht das teuerste sein, sondern sollte das richtige. Wir zeigen drei Einsteiger-Modelle im Vergleich und was Eltern vorab wissen sollten.

Wenn Kinder nach einem eigenen Smartphone fragen, stehen Eltern vor einer echten Abwägung. Fachstellen wie der Medienratgeber SCHAU HIN! empfehlen dabei, Kindern ein eigenes Handy in der Regel nicht vor dem neunten Geburtstag in die Hand zu geben. Ein vollwertiges Smartphone sei zudem häufig erst dann sinnvoll, wenn Kinder Online-Risiken besser einschätzen können. Oft sei dies ab etwa zwölf Jahren gegeben.

Grundsätzlich gilt: Teuer ist nicht zwingend besser, nicht zuletzt, weil Kinder ihre Smartphones durchaus verlieren oder beschädigen können. Einsteiger-Smartphones mit Android-Betriebssystem bieten dabei konkrete Vorteile: Sie decken alle wesentlichen Funktionen wie Kommunikation, Kamera oder Apps ab. Diese drei Modelle unter 200 Euro verdienen 2026 einen genaueren Blick.

Samsung Galaxy A17 5G: Langläufer mit Update-Versprechen

Das Samsung Galaxy A17 5G positioniert sich laut Hersteller als langfristiger Begleiter: Bis zu sechs Generationen an Betriebssystem-Upgrades und sechs Jahre Sicherheitsupdates werden versprochen. Für ein Kindergerät ist das mit Blick auf die Software-Sicherheit ein echter Pluspunkt. Auch technisch zeigt sich das Telefon solide und dank Gorillaglas und IP54-Spritzschutz auch verhältnismäßig robust.

Chip.de kommt im Test zu einem Gesamturteil von "Befriedigend (2,8)" und lobt dabei vor allem das große OLED-Display sowie die alltagstaugliche Ausdauer. Einschränkungen zeigen sich bei der Leistung: In Tests wird der Exynos-1330-Chipsatz als solide, aber nicht überdurchschnittlich effizient eingeordnet. Gerade in der verbreiteten Kombination mit vier Gigabyte RAM sind bei anspruchsvolleren Apps eher Wartezeiten möglich. Für Messaging, Schulorganisation und Social Media dürfte das in der Regel aber spielend ausreichen.

Die Details:

  • Display: 6,7 Zoll, Super AMOLED, FHD+ (1.080 x 2.340 Pixel, 90 Hz)

  • Betriebssystem: Android 16 (One UI 7)

  • Speicher/RAM: 128 GB (erweiterbar), 4 GB RAM

  • Akku: 5.000 mAh, 25 W laden

Anzeige
Samsung Galaxy A17 5G
33
146,69 €169,99 €

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Das Smartphone kindersicher einrichten: Was Eltern vor der ersten Nutzung tun sollten

Wie erwähnt raten Fachstellen dazu, ein eigenes Handy nicht zu früh einzuführen und die ersten Schritte eng zu begleiten. Wird ein Smartphone genutzt, gewinnen klare Regeln, feste Zeiten und eine konsequente Begleitung zusätzlich an Bedeutung. Zudem ist ein effektiver Kinderschutzmodus mit Einschränkungen bei App- und Internetnutzung sehr wichtig.

Unter Android steht dafür Googles Family Link bereit: Die Funktion erlaubt Altersbeschränkungen, Website-Sperren, Bildschirmzeit-Limits, Schlafenszeiten sowie die Genehmigungspflicht für App-Installationen. Apple-Geräte bieten über die Bildschirmzeit-Funktion ähnliche Möglichkeiten inklusive bestimmter Kommunikationslimits.

Diese Schritte sollten vor der Übergabe ans Kind erfolgen:

  • Kindersicherung aktivieren: Family Link (Android) oder Bildschirmzeit (iOS) mit Altersbeschränkung, App-Limits und Downtime

  • In-App-Käufe sperren

  • Kaufanfrage-Funktion im jeweiligen App Store aktivieren

  • Browser absichern und SafeSearch aktivieren

  • Nur YouTube Kids statt vollständigem YouTube freigeben

  • Benachrichtigungen reduzieren: nur Anrufe und Nachrichten von relevanten Kontakten durchlassen

  • Ggf. personalisierte Empfehlungen und Werbung in den Systemeinstellungen deaktivieren

Samsung Galaxy A26 5G: Robuster Klassenprimus mit echtem Wasserschutz

Samsung ist mit seiner Galaxy-A-Reihe im gesamten Einstiegssegment bei Smartphones sehr gut aufgestellt und schneidet in Tests meist sehr solide ab. Während das A17 eher die Basisklasse darstellt, ist das Samsung Galaxy A26 ein rund 100 Euro teureres Smartphone der unteren Mittelklasse, das sich dennoch gut für Kinder eignet. Und das nicht nur wegen etwas mehr Leistung, besserem Display oder laut Tests überzeugenderer Kamera-Performance. Das A26 dürfte vor allem wegen seiner gesteigerten Robustheit eher für Kinderhände geeignet sein.

So bietet es laut Samsung beispielsweise eine vollwertige IP67-Zertifizierung. Das Gerät sollte damit Tauchphasen bis zu einem Meter Tiefe für 30 Minuten überstehen. Für Kinder, deren Smartphone regelmäßig mit Pfützen oder umgestürzten Wassergläsern in Kontakt kommt, kann das ein handfester Vorteil sein. Hinzu kommt das Gehäuse: Vorder- und Rückseite sind mit Gorilla Glass Victus+ geschützt – einem der robusteren Displaygläser im Segment. Damit ist das Gerät widerstandsfähiger gegen Kratzer und kleine Stürze. Ebenfalls positiv: Das lange Update-Versprechen von Samsung gilt auch für das A26.

  • Display: 6,7 Zoll, Super AMOLED, FHD+ (1.080 x 2.340 Pixel), 120 Hz, Gorilla Glass Victus+

  • Betriebssystem: Android 15 (One UI 7), Updates bis 2031

  • Speicher/RAM: 128 GB intern (erweiterbar), 6 GB RAM

  • Akku: 5.000 mAh, 25 W Laden (kein kabelloses Laden)

Anzeige
Samsung-Galaxy-A26-5G-schwarz
Samsung Galaxy A26, 128 GB
229,00 €299,00 €

Motorola Moto G35 5G: Viel Ausstattung zum kleinen Preis

Das Einsteigermodell Moto G35 5G von Motorola überzeugt vor allem durch ordentliche Ausstattungsdichte im unteren Preissegment. Für rund 120 Euro gibt es bereits ein 120-Hertz-Display mit Gorilla-Glass-3-Schutz, NFC für mobiles Bezahlen, 5G-Unterstützung sowie einen microSD-Slot für günstigen Speicherausbau. Sogar ein 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss ist hier noch vorhanden. Für Eltern, die für ihre Sprösslinge auf ein robustes Alltagsgerät setzen wollen, sollte das Gerät laut Hersteller so eine solide Basis bieten.

Chip.de gibt dem Gerät im Test eine 2,8 und weist neben der einfachen Kamera auch auf eine eher mäßige Leistung des verbauten Prozessors hin. Für Alltagsaufgaben sei das Smartphone allerdings dennoch gut geeignet, womit es sich besonders für Kinder eignen dürfte, die ohnehin nicht unbeaufsichtigt Spiele auf ihrem Smartphone zocken sollen. Weiterer Nachteil: Das Motorola G35 muss möglicherweise früher ausgetauscht werden als andere Geräte. Sicherheitsupdates für das Betriebssystem sollen beispielsweise nur noch bis August 2027 ausgerollt werden. Wer hier eher langfristiger plant, sollte dies einkalkulieren.

  • Display: 6,72 Zoll, FHD+, 120 Hz, Gorilla Glass 3

  • Betriebssystem: Android 15

  • Speicher/RAM: 128 GB (erweiterbar), 4 GB Ram

  • Akku: 5.000 mAh, 18 W laden

Anzeige
Motorola-Moto-g35-5G-schwarz
Motorola Moto G35 5G
119,00 €179,00 €

Fazit: Worauf es bei Kinder-Smartphones wirklich ankommt

Das erste Smartphone für ein Kind ist weniger eine Frage des Modells als eine Frage der Rahmenbedingungen. Technisch gesehen decken aktuelle Einsteiger-Geräte zwischen 150 und 250 Euro alle relevanten Alltagsfunktionen zuverlässig ab – Kommunikation, Kamera, Schulorganisation. Vor allem die Robustheit ist im Kinderalltag oft wichtiger als pure Rechenleistung. Auch Update-Zeiträume sich wichtig. Ein regelmäßig gepatchtes Betriebssystem ist hier keine Luxus-, sondern eine Basisanforderung.

Dazu gilt: Eine Kindersicherung funktioniert nur, wenn sie von Anfang an eingerichtet wird. Googles Family Link und Apples Bildschirmzeit sind dabei solide Basiswerkzeuge mit App-Sperren, Zeitlimits, Kaufgenehmigungen und Kinderschutz im Internet. Diese Funktionen ersetzen jedoch keine Begleitung. Fachliteratur und Medienpädagogen sind sich einig, dass technische Kontrolle allein keinen gesunden Umgang mit Smartphones erzieht.

Quelle: ntv.de