Shopping & Service

Kosteneffizientes HeizenSmarte Heizkörperthermostate: Wie viel Geld sparen sie wirklich?

22.01.2026, 16:07 Uhr
Geld-und-Energie-sparen-welche-Vorteile-bietet-smartes-Heizen-noch
Geld und Energie sparen – welche Vorteile bietet smartes Heizen noch? (Foto: Getty Images)

Energie ist nach wie vor teuer, der Winter kalt. Viele Menschen fürchten deshalb schon jetzt die nächste Nebenkostenabrechnung. Doch es gibt Möglichkeiten, beim Heizen zu sparen.

Der Januar 2026 ist nach Angaben von Wetter Online bislang der kälteste seit fast einem Jahrzehnt. Weitere Tage und Nächte mit Minustemperaturen sind angesagt und der Winter ist damit längst noch nicht vorbei. Was also tun, damit die Heizkosten nicht aus dem Ruder laufen? Smarte Heizkörperthermostate können jetzt helfen, Energie einzusparen und die Heizkostenabrechnung kleinzuhalten.

Wie viel lässt sich mit einer smarten Heizung sparen?

Zum Sparpotenzial durch smarte Heizungen gibt es unterschiedliche Angaben. Hersteller Tado und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik geben eine Ersparnis von bis zu 31 Prozent an – zumindest, wenn die kompletten Möglichkeiten eines smarten Thermostats, inklusive Abwesenheitserkennung und Wetterprognose, genutzt werden. Andere Hersteller befinden sich laut eigener Aussage ebenfalls im Rahmen von 20 bis 30 Prozent. Das ist jedoch auch stark abhängig vom bisherigen Heizverhalten.

Wer auf die neueste Generation smarter Thermostate upgraden oder seine smarte Heizung erweitern möchte, kann zur X-Serie von Tado greifen. Die Thermostate bieten zahlreiche Features – von Zeitplänen über Fenster-auf-Erkennung bis hin zum sogenannten Geofencing, bei dem erkannt wird, ob sich jemand im Raum beziehungsweise in der Wohnung aufhält und die Heizung gesteuert werden kann. Vorsicht ist nur für Nutzer älterer Tado-Systeme geboten, denn die X-Reihe ist nicht mit dem Vorgänger V3+ kompatibel.

Anzeige
1
Tado X Smartes Heizkörperthermostat
54,95€99,99€

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Smarte Thermostate einrichten mit dem passenden Starter-Kit

Das volle Potenzial smarter Heizkörperthermostate entfaltet sich aber erst, wenn sie über einen entsprechenden Controller oder eine sogenannte Bridge mit dem Internet und dem Smarthome verbunden sind. Hier liegen dann die Anschaffungskosten entsprechend höher, gerade wenn alle Heizkörper mit smarten Thermostaten ausgestattet werden sollen. Lange rentierte sich das nur bedingt. Aber: In der Heizsaison 2021/2022 haben sich die durchschnittlichen Heizkosten zum Vorjahr bereits verdoppelt. Laut heizspiegel.de bleiben die Energiepreise trotz leichter Rückgänge in den vergangenen Jahren aktuell auf hohem Niveau und könnten wieder steigen. Und genau deshalb kann sich der Umstieg auf smarte Thermostate durchaus lohnen.

Ideal für Einsteiger ist etwa das Starter-Kit von Tado, das von Chip.de mit der Gesamtnote 1,2 zum Testsieger gekürt wurde. Es sorgt für eine präzise Temperaturregelung und trägt zur Senkung der Heizkosten bei: Das Thermostat wird an einen bestehenden Heizkörper geschraubt, die Vernetzung erfolgt über die Bridge und die Einrichtung über das Smartphone.

  • Thermostat inklusive Bridge

  • Automatische und manuelle Einstellung möglich

  • Heizpläne

  • Bezieht Gebäudeeigenschaften mit ein

  • Passt die Heizleistung an, wenn sich Personen im Haus aufhalten

  • Steuerung manuell, per App oder per Sprachassistenz

Anzeige
Tado-X-Starter-Kit
Tado X Starter Kit Smartes Heizkörper-Thermostat, 3er-Set
189,95 €359,97 €
Anzeige
Tado-X-Starter-Kit
Tado X Starter Kit Smartes Heizkörper-Thermostat
89,99 €159,99 €

Einen kostengünstigeren Einstieg bietet der Hersteller Hama. Bei Media Markt etwa gibt es zwei smarte Heizkörperthermostate der Marke samt Bridge schon für knapp 81 Euro. Komfort-Features wie Geofencing oder eine präzise Raumluft-Analyse fehlen hier jedoch. Außerdem sind sie nicht mit den Smarthome-Standard-Protokollen Matter oder Thread kompatibel, was die Einsatzmöglichkeiten begrenzt.

Anzeige
Hama-WLAN-Heizungssteuerung-Set
Hama WLAN-Heizungssteuerung-Set
80,99 €99,00 €

Die Wohnung ist etwas kleiner oder das Heizthermostat soll erst einmal nur in einem Raum eingebaut werden? Dann bietet sich alternativ ein einzelnes, simples Thermostat an. Hier ist dann nicht mehr die Rede von einem smarten, sondern von einem programmierbaren Heizkörperthermostat. Aber auch diese bieten schon Möglichkeiten, Heizkosten zu sparen, etwa das Modell von Eurotronic, das eine Fenster-offen-Erkennung hat und sich mit verschiedenen Heiz- und Sparzeiten pro Tag individuell einstellen lässt. Auf App-Steuerung muss bei günstigeren Varianten allerdings verzichtet werden.

Anzeige
Eurotronic Comet Plus Heizkörperthermostat
11468
16,95 €16,95 €

Energiekosten einsparen: Erweiterungen für smarte Heizsysteme

Neben den Thermostaten gibt es noch weitere Smarthome-Geräte, mit denen sich das Heizverhalten intelligent optimieren lässt. Dazu zählen zum Beispiel Fensterkontakte, Wetterstationen oder Raumluftkontrollen, die mit den Thermostaten kommunizieren.

Als Ergänzung zu einem Bosch-Heizsystem eignen sich etwa Tür- und Fensterkontakte. Diese signalisieren dem Smarthome-Controller beispielsweise, wenn ein Fenster gekippt wird, und die Bridge wiederum funkt das Thermostat an, um die Heizung herunterzuregeln. Nebenbei bieten solche Tür- und Fensterkontakte zusätzlichen Einbruchschutz, indem sie sich per Smartphone überwachen lassen und einen Alarm auslösen können.

Anzeige
Bosch-fensterkontakt
Bosch Smarthome Tür-/ Fensterkontakt – Zweier-Set
85,90 €

Passend zum Starter-Kit von Tado gibt es etwa noch Temperatursensoren. Sie messen ständig die Raumtemperatur und passen die Einstellung der Thermostate entsprechend an. Sie lassen sich auch via App oder Sprachassistenz bedienen.

Anzeige
Tado-Funk-Temperatursensor
Tado Funk-Temperatursensor X
69,99 €99,99 €

Wer zu Hause nicht ständig das Smartphone griffbereit hat, kann das smarte Heizsystem auch über einen Sprachassistenten per Zuruf steuern. Die Thermostate von Tado beispielsweise arbeiten mit Amazons Alexa, Googles Assistant und Apples Siri zusammen. Der Echo Dot von Amazon ist eine günstige Zentrale für die Sprachsteuerung smarter Heizkörperthermostate.

Anzeige
Amazon Echo Dot
168735
64,99 €

Nachteile einer klassischen Heizung

Normalerweise wird jeder Heizkörper im Haus händisch eingestellt. Dies bringt jedoch einige Nachteile mit sich:

  • Heizkörper laufen unnötig warm, obwohl sich gerade niemand im Zimmer aufhält.

  • Die Heizleistung ist zu gering eingestellt, Auskühlung und Schimmelbildung droht.

  • Das Haus heizt erst beim Nachhausekommen auf – oder es verbraucht unnötig Energie, obwohl niemand da ist.

Das treibt die Nebenkostenabrechnung unnötig in die Höhe. Anders ist das mit einer smarten Heizung: Die Thermostate lassen sich per App von überall einstellen, außerdem erlauben sie jederzeit einen Überblick und – herstellerabhängig – volle Kontrolle.

Vorteile einer smarten Heizung

Wer seine Heizung mit smarter Technik aufrüstet, kann nicht nur Kosten senken, sondern auch den Komfort erhöhen:

  • Genauer Überblick, welche Heizung in welchem Zimmer wie heizt

  • Einstellung von Zeitplänen

  • Geofencing: Die Heizung erkennt, wenn niemand im Haus ist und vermeidet unnötiges Heizen

  • Das Haus lässt sich vor der Rückkehr vorwärmen

Einfache Installation: Schneller Wechsel zum smarten Heizkörper

Die Installation eines smarten Thermostats erfordert keine Vorkenntnisse und ist in der Regel innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Da es sich um einen rein mechanischen Austausch des Reglerkopfes handelt, bleibt das Heizungssystem geschlossen und es muss kein Wasser abgelassen werden.

  • Der Austausch: Der alte Regler wird durch Lösen der Überwurfmutter entfernt. Das smarte Thermostat wird anschließend auf das vorhandene Ventil aufgesetzt.

  • Kompatibilität: Ein Großteil der Heizkörper ist mit dem Standardmaß M30 x 1,5 mm ausgestattet. Für abweichende Ventilsysteme (z. B. von Herstellern wie Danfoss oder Herz) liegen den Geräten meist passende Adapter bei, um eine universelle Montage zu ermöglichen.

  • Mietwohnungs-Eignung: Da kein Eingriff in die Bausubstanz oder den Wasserkreislauf erfolgt, ist die Installation auch in Mietverhältnissen unproblematisch.

Bei sehr alten Heizungsanlagen ohne Standardgewinde kann die Recherche nach speziellen Adaptern notwendig sein, falls diese nicht im Lieferumfang enthalten sind. Außerdem sind smarte Thermostate aufgrund der integrierten Motoren und Batteriefächer oft etwas größer als herkömmliche Modelle. In engen Nischen oder hinter Verkleidungen muss daher auf ausreichend Platz geachtet werden.

Fazit: Lohnt sich eine smarte Heizung?

In Zeiten, in denen die natürlichen Ressourcen immer knapper werden und die Umweltverschmutzung ein großes Thema ist, kann eine smarte Heizung ihren Beitrag leisten: Wenn Heizungen nicht unnötig laufen, lässt sich nicht nur Geld sparen, sondern gleichzeitig auch Heizmaterial. Eine smarte Heizung schont also nicht nur das Portemonnaie, sondern auch wertvolle Ressourcen. Rentiert sich das wirklich? Angesichts der weiterhin hohen Energiepreise: ja. Obendrein bietet die App-Steuerung auch deutlich mehr Komfort und Kontrolle.

Quelle: ntv.de