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Hitzewelle und Trockenheit So bleibt der Rasen ohne übermäßiges Sprengen grün

31.07.2026, 13:39 Uhr
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Bei Trockenheit und Hitze braucht der Rasen viel Feuchtigkeit. Doch wie wässert man richtig? (Foto: Imago Images)

Tagelange Sonne und Trockenheit setzt dem Rasen sichtbar zu. Dauerndes Sprengen ist trotzdem nicht die beste Lösung: Entscheidend sind Zeitpunkt, Wassermenge und eine möglichst gezielte Verteilung.

Ein paar heiße Sommertage steckt ein gesunder Rasen meist problemlos weg. Bleibt der Regen jedoch länger aus, verliert das satte Grün langsam seine Farbe. Die Halme werden trocken, erste gelbliche Stellen tauchen auf – und spätestens dann wandert der Blick zum Gartenschlauch.

Der naheliegende Reflex lautet: Wasser marsch, am besten jeden Abend. Viel hilft beim Rasen allerdings nicht automatisch viel. Kurze und häufige Wassergaben erreichen oft nur die oberste Bodenschicht. Gleichzeitig lohnt sich im Sommer ein Blick auf die Regeln vor Ort: Bei anhaltender Trockenheit schränken manche Städte und Gemeinden die Gartenbewässerung zeitweise ein. In München war das Sprengen privater Rasenflächen im Juli 2026 beispielsweise vorübergehend verboten. Wer Wasser gezielt einsetzt, ist deshalb klar im Vorteil. Wir zeigen, wie das geht.

Gardena AquaZoom M: Das Wasser landet dort, wo es gebraucht wird

Auf rechteckigen Rasenflächen ist ein Viereckregner meist die unkomplizierteste Lösung. Der Gardena AquaZoom M verteilt das Wasser in gleichmäßigen Bahnen und lässt sich relativ genau an die Form des Gartens anpassen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn der Rasen direkt an Terrasse, Hauswand oder Gehweg grenzt.

Reichweite, Sprengbreite und Wasserdurchfluss sind getrennt einstellbar. Dadurch muss nicht zwangsläufig die gesamte maximale Fläche beregnet werden. Auch eine einseitige Bewässerung ist möglich. Der größte Nutzen liegt somit weniger in einer besonders hohen Reichweite als in der Möglichkeit, unnötig bewässerte Randbereiche zu verkleinern.

  • Für Rasenflächen von neun bis 250 Quadratmeter

  • Einstellbare Reichweite von drei bis 18 Metern

  • Regulierbare Sprengbreite von drei bis 14 Metern

  • Wassermenge und Bewässerungsseite anpassbar

  • Herausnehmbarer Metallfilter und abwischbare Düse

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Lieber gründlich bewässern als jeden Tag ein bisschen

An einem Sommertag mit Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad können über einer Rasenfläche etwa drei bis vier Liter Wasser je Quadratmeter verdunsten. Wie viel davon durch Bewässerung ausgeglichen werden muss, hängt jedoch unter anderem vom Boden, dem natürlichen Niederschlag und dem Zustand des Rasens ab. Als Faustregel durchfeuchten zehn Liter Wasser einen Quadratmeter Boden ungefähr zehn Zentimeter tief.

Das Umweltbundesamt empfiehlt, lieber in größeren Abständen und dafür durchdringend zu gießen. Der frühe Morgen eignet sich besonders gut, weil Boden und Luft noch vergleichsweise kühl sind und weniger Wasser verdunstet. Bei längerer Trockenheit können ein bis zwei kräftige Bewässerungen pro Woche sinnvoller sein als ein täglicher kurzer Einsatz des Rasensprengers.

Eve Aqua: Smart bewässern, bevor die Hitze beginnt

Der beste Zeitpunkt zum Sprengen im Sommer ist ausgerechnet dann, wenn die meisten noch schlafen – nämlich früh am Morgen, rund um den Sonnenaufgang. Eve Aqua nimmt Langschläfern mit Apple-Smartphones diesen Teil der Gartenpflege ab. Die smarte Bewässerungssteuerung wird am Außenwasserhahn montiert und öffnet den Wasserfluss nach einem zuvor festgelegten Zeitplan. Auf diese Weise kann der Regner früh morgens starten, ohne dass der Wasserhahn von Hand geöffnet werden muss.

Die Zeitpläne werden direkt auf dem Gerät gespeichert und laufen daher auch ohne aktive Internetverbindung weiter. Nach Ablauf der eingestellten Dauer schließt das Ventil automatisch. Das schützt nicht nur vor vergessenen Rasensprengern, sondern macht die Wassergabe auch besser reproduzierbar. Nachteil: Eve Aqua besitzt laut Hersteller keinen integrierten Wasserzähler. Der in der App angezeigte Verbrauch wird anhand der hinterlegten Durchflussrate und der Bewässerungsdauer geschätzt.

  • Bis zu sieben Bewässerungszeiten pro Tag

  • Zeitpläne ohne Internet bzw. separate Bridge

  • Steuerung per App, Siri oder Taste am Gerät

  • Automatische Abschaltung nach der festgelegten Laufzeit

  • Nur mit iPhone oder iPad nutzbar

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Eve Aqua smarte Bewässerungssteuerung (Apple Home)
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Besonders smarte Bewässerung: Gardena Smart Sensor Control Set

Eine feste Uhrzeit allein verrät noch nicht, ob der Rasen überhaupt Wasser benötigt. Genau hier setzt das Gardena smart Sensor Control Set an: Ein Sensor misst die Feuchtigkeit direkt im Boden und kann geplante Bewässerungen überspringen, wenn noch genug Wasser vorhanden ist. Gerade nach einem nächtlichen Regenschauer verhindert das, dass der Rasensprenger am nächsten Morgen trotzdem automatisch anspringt.

Zum Set gehören neben dem Sensor eine smarte Wassersteuerung für den Außenwasserhahn und das erforderliche Gateway. Bewässerungszeiten lassen sich über die Gardena-App verwalten und an die gemessene Bodenfeuchte anpassen. Damit ist die Lösung aufwendiger und teurer als Eve Aqua, arbeitet dafür aber stärker nach dem tatsächlichen Bedarf des Rasens statt nur nach einem festen Zeitplan. Auch die Einbindung in Apple Home, Alexa und Google Home wird unterstützt.

  • Bodenfeuchtesensor misst direkt im Wurzelbereich

  • Unnötige Bewässerungszyklen können automatisch entfallen

  • Water Control, Sensor und smart Gateway im Set enthalten

  • Steuerung per Gardena-App und kompatiblen Smart-home-Systemen

  • Flexible Bewässerungsdauer von einer Minute bis zehn Stunden

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Regenmesser: Wassermengen Messen statt schätzen

Ob der Regner genug Wasser verteilt hat, ist mit bloßem Blick auf den feuchten Rasen kaum zu beurteilen. Die Oberfläche kann bereits nass wirken, obwohl das Wasser noch nicht bis zu den Wurzeln vorgedrungen ist. Wer keine Lust oder Budget hat, zu diesem Zweck auf ein smartes System zurückzugreifen, kann sich auch einen Regenmesser auf den Rasen stellen. Dieser liefert dafür einfache, komplett analoge Orientierung: Ein Millimeter Niederschlag entspricht einem Liter Wasser je Quadratmeter.

Der analoge Regenmesser von Anbieter TFA Dostmann kann nicht nur natürlichen Niederschlag auffangen. Innerhalb der beregneten Fläche aufgestellt, zeigt er auch, wie viel Wasser der Rasensprenger an dieser Stelle verteilt hat. Zeigt die Skala beispielsweise zehn Millimeter, sind dort rund zehn Liter je Quadratmeter angekommen. So lässt sich die nötige Laufzeit einmal ermitteln und anschließend wesentlich genauer einstellen. Zudem werden Regenmengen präzise erfasst.

  • Großer Auffangdurchmesser für gut erkennbare Messwerte

  • Abnehmbarer Deckel als Verdunstungsschutz

  • Halterung für den Boden oder einen separaten Stab

  • Wetterfester Kunststoff, hergestellt in Deutschland

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Auch der Rasenmäher entscheidet über den Wasserbedarf

Während einer Hitzewelle darf der Rasen etwas länger bleiben. Für gewöhnlichen Gebrauchsrasen gelten rund vier Zentimeter als übliche Schnitthöhe; im Sommer kann diese um etwa einen bis eineinhalb Zentimeter angehoben werden. Mehr Blattmasse schützt die Gräser besser vor Trockenstress. Gleichzeitig sollte die Fläche seltener gemäht, möglichst wenig betreten und während akuter Trockenheit nicht vertikutiert werden.

Selbst bei guter Pflege lässt sich eine dauerhaft sattgrüne Fläche während langer Hitzeperioden nicht ohne entsprechenden Wasserverbrauch garantieren. Leicht gelbliche Halme bedeuten aber nicht zwangsläufig, dass der gesamte Rasen abgestorben ist. Viele Gräser begrünen sich wieder, sobald kühlere und feuchtere Witterung zurückkehrt. Bei anhaltender Trockenheit sind außerdem mögliche Hinweise oder Einschränkungen der örtlichen Wasserversorger und Kommunen zu beachten.

Fazit: Gezieltes Bewässern schlägt den Dauerbetrieb

Ein grüner Rasen braucht im Hochsommer Wasser, aber keinen Sprenger, der jeden Abend stundenlang läuft. Am meisten spart deshalb nicht ein einzelnes Gerät, sondern ein sinnvoller Ablauf: Bedarf prüfen, gründlich bewässern, Menge kontrollieren und dem Rasen während der Hitze etwas mehr Länge und Ruhe gönnen. So bleibt die Fläche länger grün, ohne dass der Garten unnötig viel Trinkwasser schluckt.

Quelle: ntv.de