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Gemüse-AnzuchtStart der Gartensaison: So gelingt die Anzucht auf der Fensterbank

03.03.2023, 07:49 Uhr
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Im März beginnt die Gartensaison mit der Anzucht von Tomaten, Paprika und Co. (Foto: istockphoto.com)

Gemüse im eigenen Garten oder auf dem Balkon anzubauen macht Spaß. Aber vor der erfolgreichen Ernte steht die Anzucht. Was ist wichtig, damit aus kleinen Samen kräftige Pflanzen werden?

Für passionierte Hobbygärtner kann die Gartensaison gar nicht früh genug beginnen. Bereits im Februar beginnen die ersten mit der Anzucht der ersten Gemüsesorten. Spätestens aber im März gehören dann Tomaten, Paprika und Co. in die Erde. Mit diesen Tipps gedeihen die Pflänzchen der Fensterbank.

Den richtigen Zeitpunkt finden

Nach der Gartensaison ist vor der Gartensaison. Auch wenn viele ungeduldig sind und am liebsten schon im Januar mit der Aussaat beginnen möchten, ist Geduld gefragt. Es kommt nämlich auf den richtigen Zeitpunkt an, wann Tomaten oder Chilis in die Erde dürfen. Sorten mit einer langen Keimdauer wie Auberginen und Chilis dürfen schon ab Mitte Februar in Anzuchttöpfe gesät werden. Bei Tomaten oder einigen Blumen wartet man einen Monat länger. Der Grund: Sät man sie zu früh, werden die Pflanzen nicht kräftig genug. Die Setzlinge wachsen Richtung Licht, das aber in den ersten Monaten noch nicht ausreichend vorhanden ist. Deshalb würden die Pflänzchen sehr lang und schmal werden.

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Praktisch: Für alle, die unsicher sind, ab wann genau welche Sorte vorgezogen werden kann und welches Gemüse direkt ins Beet oder den Kübel darf, gibt es Aussaatkalender. Die zeigen an, in welchem Monat welches Gemüse in die Erde muss und ob man direkt ins Freiland sät oder die Sorte im Haus vorgezogen werden muss.

Hochwertiges Saatgut wählen

Schon ab Februar wird das erste Saatgut in Supermärkten und Drogerien verkauft. Das sollte man aber besser im Regal stehen lassen uns sich stattdessen für hochwertiges Bio-Saatgut entscheiden. Der Vorteil gegenüber konventioneller Saat liegt darin, dass sie ohne Einsatz von Pestiziden gewonnen wird. Auch handelt es dabei oft um alte Sorten, die nicht nur widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten sind, sondern auch Abwechslung auf den Speiseplan bringen, weil dieses Gemüse in den meisten Supermärkten nicht angeboten wird.

Diese Vorteile hat Bio-Saatgut:

  • Fördert die Bio-Diversität

  • Kein Einsatz von Pestiziden bei der Saatgewinnung

  • Pflanzen sind weniger anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge

  • Sind in der Regel samenfest, sodass aus ihnen neues Saatgut gewonnen werden kann

  • Ernteperiode von Obst und Gemüse aus Bio-Saat meist viel länger

  • Ist frei von Gentechnik

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Gutes Substrat nutzen

Ebenso wichtig wie die Wahl des Saatguts ist auch die Qualität der Erde. Das Substrat zur Anzucht von Gemüse, Kräutern und Obstpflanzen muss dabei bestimmte Kriterien erfüllen. Anzuchterde solle:

  • nährstoffarm sein, damit die Pflanzen längere Wurzeln ausbilden

  • gut durchlässig sein und Wasser speichern können

  • möglichst steril sein, damit keine Keime das Wachstum der kleinen Pflanzen beeinträchtigt

  • keinen Torf enthalten

  • keine Mineralsalze enthalten

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Einen hellen und warmen Standort finden

Damit die eingepflanzten Samen gut gedeihen können, benötigen sie Licht und Wärme. In der Wohnung ist es aber oft nicht ganz einfach, den idealen Standort zu finden. Entweder ist es zu warm oder zu dunkel. Hat man einen Platz, der zwar hell genug ist, aber zu kalt, kann ein beheiztes Anzuchthaus helfen, die nötige Temperatur zu bieten, die manche Saat benötigt, um aufzugehen.

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Bei einem warmen, aber zu dunklen Platz können Anzuchtlampen für ausreichend Beleuchtung sorgen.

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Pikieren nicht vergessen

Wenn aus der Saat die ersten kleine Pflänzchen geworden sind, werden diese vereinzelt und kommen in größere Töpfe mit neuer Erde. So haben sie mehr Platz zum Wachsen und erhalten die ersten Nährstoffe. Damit die zarten Pflanzen beim Umtopfen nicht beschädigt werden, kann ein Pikierstab dabei helfen, sie vorsichtig aus der Erde herauszuheben und im neuen Topf wieder einzupflanzen.

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Dort bleiben die Jungpflanzen dann, bis sie nach den Eisheiligen Ende Mai schließlich ganz nach draußen ins Beet oder den Pflanzkübel auf dem Balkon umziehen dürfen und man sich im Herbst auf eine reiche Ernte freuen darf.

Quelle: ntv.de