Crash-Tarif auf dem PrüfstandTelekom-Flat für 9,99 Euro: Idealer Deal für anspruchsvolle Sparfüchse?

Ein Mobilfunk-Tarif im Telekom-Netz für unter zehn Euro? Klingt fast zu gut um wahr zu sein. Discounter Crash wirbt dennoch damit. Ob der Deal tatsächlich etwas taugt? Der Check.
Das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom gilt seit Jahrzehnten als besonders zuverlässig. Diesen Ruf nutzt der Betreiber selbstbewusst, um seine hauseigenen Tarife zu Mondpreisen unters Volk zu bringen. Wer die nicht zahlen möchte, aber dennoch von den Vorzügen des Netzes profitieren will, kommt per Umweg über einen Drittanbieter auf seine Kosten. Tarif-Discounter wie Crash haben Optionen im D-Netz des Magenta-Konzerns oft schon für schmales Geld im Programm. Beispiel gefällig?
Weitere lohnende Deals finden sich im ntv-Dealticker.
30-Gigabyte-Telekom-Flat für 9,99 Euro
Wer dieser Tage bei Crash vorbeischneit, sichert sich eine Telekom-Flat mit 30 Gigabyte Datenvolumen für 9,99 Euro im Monat. Im netzübergreifenden Vergleich ist das zwar kein Preis-Leistungs-Knaller, für einen Telekom-Tarif hingegen bewegt sich das Angebot durchaus in Gefilden, die das Prädikat Schnäppchen verdienen. Aber hält das Angebot auch einer genaueren Prüfung stand? Ein Blick in die Details offenbart den einen oder anderen Stolperstein.
Telefon- und SMS-Flatrate
30 GB 5G-Datenvolumen (bis zu 50 Mbit/s)
Kein Aschlusspreis
24 Monate Mindestvertragslaufzeit, danach 19,99 Euro
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Zwei Jahre top, dann zu teuer
Das Positive vorweg: Crash verzichtet auf die Erhebung einer Anschlussgebühr. Abgesehen vom monatlichen Obolus in Höhe von 9,99 Euro entstehen keine weiteren Kosten. Das gilt allerdings nur für die 24-monatige Mindestvertragslaufzeit. Ist die abgelaufen, klettert die Grundgebühr auf 19,99 Euro. Das ist selbst für moderate Sparfüchse keine Option mehr, eine Kündigung nach zwei Jahren ist daher unumgänglich. Die zweite Schwachstelle: Trotz 5G-Netz bleibt die Datenrate auf 50 Mbit/s gedrosselt.
Das ist kein Beinbruch und in dieser Preisregion durchaus üblich, unterscheidet das Angebot aber von einem vollwertigen Telekom-Tarif beim Netzbetreiber selbst. Für den Alltagsgebrauch ist das Surf-Tempo allerdings immer noch schnell genug, Engpässe sollte hier kaum jemand erleben. Von diesen beiden kleineren Haken abgesehen, hat Crash hier einen soliden Deal für alle raus, die zum kleinen Preis im sonst sehr teuren Telekom-Netz surfen und telefonieren wollen und mit einem Datenvolumen von 30 Gigabyte im Monat auskommen. Wer mit den kleinen Haken leben kann, darf bedenkenlos zugreifen.
Alternative: 50 Gigabyte, volles Tempo, 19,99 Euro
Der persönliche Fokus liegt nicht auf dem Telekom-Netz, sondern auf dem Leistungsumfang des Tarifs? Dann könnte o2 die günstigere Anlaufstelle sein. Der Netzbetreiber hat seine Option o2 Mobile M unlängst von 30 auf 50 Gigabyte Datenvolumen erweitert und bietet diese aktuell für 19,99 statt 29,99 Euro im Monat an. Das Datenvolumen erhöht sich automatisch alle zwölf Monate um fünf Gigabyte und steht mit voller 5G-Datenrate von 300 Mbit/s zur Verfügung.
Auch bei diesem Angebot ist eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten vorgesehen. Wer den Tarif erst einmal unverbindlich testen will, kann im Rahmen der Zufriedenheitsgarantie aber innerhalb der ersten 30 Tage ohne weitere Verpflichtungen wieder kündigen. Wer sowohl mehr Datenvolumen als auch Datentempo benötigt, bekommt hier eine gute und günstige Option an die Hand. Einziger Schwachpunkt: o2 ruft eine einmalige Anschlussgebühr von 39,99 Euro auf. Wer sich daran nicht stört, bekommt hier für wenig Geld viel geboten.